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Strenge Regeln

 
Heimlich unter der Schulbank auf dem Handy daddeln, die Hausaufgaben vergessen oder ein paar Minuten zu spät zur ersten Unterrichtsstunde erscheinen - an einer Schule in Hamburg ist das alles strikt verboten. Denn das Gymnasium Hamm hat strenge Regeln. Und wer diese nicht einhält, muss mit Bußgeldern und Elternbriefen rechnen.
 
 
SchülerInnen im Klassenzimmer. (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Im Unterricht herrscht viel Disziplin.Im Unterricht herrscht viel Disziplin.
Ein oder zwei Minuten zu spät zum Unterricht erscheinen - das kann doch allen mal passieren. In einem Gymnasium in Hamburg kommt das in letzter Zeit aber nur noch sehr selten vor. Denn hier herrschen strenge Regeln.
Hat die Schulglocke gebimmelt und der Unterricht begonnen, sind die Türen der Klassenzimmer geschlossen.
Das heißt: Alle, die auch nur eine Minute zu spät kommen, dürfen nicht mehr am Unterricht teilnehmen und müssen im "Verspätungsraum" die zweite Stunde abwarten, damit die MitschülerInnen nicht gestört werden.

Verschlafen kann teuer werden
Wer drei Mal zu spät gekommen ist, erhält einen Elternbrief. Wer sechs Mal oder häufiger unpünktlich ist, muss sogar Strafe zahlen. Und das kann ganz schön teuer werden, denn die Bußgelder sind zwischen 50 und 120 Euro hoch.
Mädchen verstecken ihre Mobiltelefone unter der Schulbank. (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Handys in der Schule? Das gibt es hier nicht!Handys in der Schule? Das gibt es hier nicht!
Da überlegen es sich morgens alle zweimal, ob sie im Bad oder auf dem Weg zur Schule rumtrödeln.
Und es gibt noch mehr Regeln am Gymnasium Hamm: Handys und andere elektronische Geräte sind strikt verboten. Wer damit erwischt wird, muss sie abgeben und darf sie erst am nächsten Tag bei der Schulleitung abholen.
Und wer sich auf dem Schulhof schlecht benommen hat oder ohne Hausaufgaben in der Schule erscheint, bekommt sofort einen Elternbrief mit nach Hause.
Hausaufgaben machen (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Hier machen alle fleißig ihre Hausaufgaben.Hier machen alle fleißig ihre Hausaufgaben.
So wird die Verantwortung für das Handeln der Schülerinnen und Schüler an die Eltern abgegeben und alle sind viel mehr darum bemüht, sich gut zu benehmen - so die Begründung der Schule für die strengen Regeln.
Für alle das Beste?
Nicht alle Mädchen und Jungen sind begeistert von dem Regelkatalog, den sich die Schule ausgedacht hat.
Die Disziplin habe sich seit der Einführung aber deutlich verbessert und die Lernatmosphäre im Unterricht sei viel besser geworden, sind sich die Lehrerinnen und Lehrer sicher.
 
Autorin: Jenny Weber
 
Letzte Änderung am 01. Februar 2013
 
3 Jungen in Schuluniform (Bild: dpa picture-alliance)

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