Kindernetz

Die Parteien kämpfen um Wählerstimmen

 
Nimm mich, nimm mich! Darum geht es beim Wahlkampf: Die Parteien wollen, dass die Wähler für sie stimmen.
 
Hier wollen sie alle hin – in den Bundestag. Aber dafür müssen die Politiker/innen der verschiedenen Parteien erst einmal in den Wahlkampf. Und das geht so:
Die Parteien einigen sich auf ihre Spitzenkandidat/innen. Wenn dann die Partei genug Stimmen bekommt, um mitzuregieren, können sie Minister oder Kanzler oder Kanzlerin werden.
Außerdem brauchen die Parteien ein Wahlprogramm. Bei einem Treffen diskutieren und entscheiden die Mitglieder, wie ihre Meinungen zu verschiedenen Themen sind. Damit werben die Parteien dann.
Zum Beispiel mit Wahlplakaten! Die werden einige Monate vor der Wahl überall aufgehängt. Meistens sind darauf ein kurzer Spruch, der zum Wahlprogramm passt, und ein Spitzenkandidatin oder ein Spitzenkandidat der Partei.
Aber die Wähler/innen werden auch direkt angesprochen. Deshalb haben die Spitzenkandidat/innen oft sehr viele Wahlkampftermine. Wie hier Martin Schulz von der SPD in Worms oder Angela Merkel von der CDU in Heilbronn. Dort halten sie Reden und erzählen von ihrem Wahlprogramm und warum die Wähler/innen für sie stimmen sollten.
Und dann gibt’s noch das Fernsehen, dort geben die Spitzenkandidaten und Spitzenkandidatinnen Interviews.
Und auch in den sozialen Medien sind die meisten Politiker/innen aktiv. Bei der letzten Wahl des US-amerikanischen Präsidenten sollen Posts in den sozialen Medien sehr viel entschieden haben - indem sie nur an bestimmte Nutzer/innen ausgespielt wurden.
Vor allem jüngere Wählerinnen und Wähler wollen die deutschen Politiker/innen ansprechen. Im August 2017 ließ sich Angela Merkel zum Beispiel von YouTubern interviewen.
O-Ton: „Haben Sie ein Lieblings-Emoci? – „Smiley!“
All diese Aktivitäten im Wahlkampf machen die Parteien, um im Bundestag möglichst viele Sitze zu bekommen. Und vielleicht reicht es ja sogar für diesen Sitz – den offiziellen Platz der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers.
 
Autorinnen: Jenny Beyen, Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 04. September 2017
 
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