Kindernetz

Nelson Mandela - Kampf gegen Apartheid

 
Am 5. Dezember 2013 ist Nelson Mandela in Südafrika gestorben. Als sie die Nachricht erhalten versammeln sich zahlreiche Südafrikaner vor dem Haus ihres Volkshelden, tanzen und singen zu Ehren des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Mandela.
 
 
Nelson Mandela mit erhobener Faust (Bild: dpa)
Großansicht: Nelson Mandela: endlich frei!Nelson Mandela: endlich frei!
Am 11. Februar 1990 verlässt ein 72-Jähriger Mann mit erhobener Faust ein Gefängnis in Südafrika: Nelson Mandela.
27 Jahre war er eingesperrt, weil er gegen die Apartheid - die gesetzmäßige Trennung von Schwarzen und Weißen in Südafrika - gekämpft hatte. Die Apartheidgesetze betrafen aber nicht nur Schwarze, auch Farbige und Asiaten litten darunter.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Briten Südafrika erobert hatten, wurden Nicht-Weiße in Südafrika benachteiligt.
1948 kommen in Südafrika weiße Nationalisten an die Macht, die Buren. Sie machen die Rassentrennung zum Gesetz.
Bahnsteig mit Ticketschalter nur für Weiße (Bild: dpa)
Rassentrennung auch am Fahrkartenschalter
Ob in Schulen, Krankenhäusern oder auf Bahnhöfen: Überall werden Nicht-Weiße schlechter behandelt als Weiße. Sie dürfen nicht wählen und es ist verboten, dass Schwarze und Weiße einander heiraten oder im gleichen Viertel wohnen.
Schwarze, Farbige und Asiaten leben in speziellen Wohngebieten, den Townships, die sie ohne Pass nicht verlassen dürfen. Solche Townships konnten durchaus die Größe einer Stadt haben.

Township bei Johannesburg, 1991 (Bild: dpa)
Großansicht: Township bei Johannesburg, 1991Township bei Johannesburg, 1991
Der „African National Congress“ (ANC) kämpft gegen die Apartheid. Nelson Mandela ist einer seiner Führer.
Lange hatte er sich Gandhi und seinen gewaltlosen Widerstand zum Vorbild genommen. Dann erschießt die Polizei 1960 friedliche Demonstranten und der ANC wird verboten.
Mandela und der ANC geben die strikte Gewaltfreiheit auf. Sie zerstören oder beschädigen zum Beispiel Strommasten oder Regierungsgebäude.
Weltweit findet der Widerstand gegen die Apartheid Unterstützung. Die Vereinten Nationen verurteilen die Apartheid als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Druck auf die südafrikanische Regierung wächst.
Der Friedensnobelpreis 1993 geht an Nelson Mandela und Friedrich Wilhelm de Klerk  (Bild: dpa)
Großansicht: Nelson Mandela und Friedrich Wilhelm de KlerkNelson Mandela und Friedrich Wilhelm de Klerk
Als Friedrich Wilhelm de Klerk Präsident von Südafrika wird, lässt er Nelson Mandela und die anderen politischen Gefangenen frei.
Mandela und de Klerk verändern Südafrika, dafür bekommen sie den Friedensnobelpreis. Von 1994 bis 1999 ist Mandela Präsident von Südafrika. Er will keine Rache für das Unrecht der Apartheid. Er setzt sich für Versöhnung ein, für ein friedliches und gerechtes Südafrika.
Am 5. Dezember 2013 ist Nelson Mandela im Alter von 95 Jahren gestorben.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 06. Dezember 2013
 
Porträt Martin Luther King (Bild: dpa)

Martin Luther King

Der 15. Januar ist der Tag des Bürgerrechtlers Martin Luther King.
Mahatma Gandhi sitzt hinter seinem Spinnrad und liest Briefe (Bild: dpa)

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi kämpfte völlig ohne Gewalt für die Unabhängigkeit Indiens.
Porträt von Rosa Parks im Alter von 85 Jahren (Bild: dpa)

Rosa Parks

Rosa Parks hat sich gegen die Diskriminierung von Schwarzen gewehrt.