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Rosa Parks - Stiller Protest im Bus

 
 
Es ist etwa 60 Jahre her, da durften in den USA Schwarze und Weiße nicht nebeneinander im Bus sitzen.
Die vorderen Sitzplätze waren für Weiße reserviert, Schwarze mussten hinten sitzen.
Auch an der Bushaltestelle warteten sie getrennt voneinander.
Eine mutige Frau hat sich damals dagegen gewehrt: Rosa Parks.
Wartende an einer Bushaltestelle (Bild: dpa)
Großansicht: Rassentrennung an der BushaltestelleRassentrennung an der Bushaltestelle
Sie lebte als Näherin in Montgomery. Als sie am Abend des 1. Dezember 1955 müde von der Arbeit nach Hause fuhr, war in ihrem Bus nur noch vorne ein Platz frei. Rosa Parks setzte sich.
Der Busfahrer forderte Frau Parks auf, ihren Platz für einen weißen Fahrgast zu räumen.
Rosa Parks weigerte sich, sie blieb einfach sitzen. Deshalb wurde sie verhaftet, kam für ein paar Tage ins Gefängnis und wurde schließlich zu einer Geldstrafe verurteilt.

Die Schwarzen von Montgomery waren über diese Ungerechtigkeit empört. Sie nahmen sich vor, nicht mehr mit dem Bus zur Arbeit oder zur Schule zu fahren und wollten stattdessen zu Fuß gehen.
Diese Aktion wurde übrigens von einem jungen Pfarrer angeführt.
Porträt Martin Luther King (Bild: dpa)
Großansicht: Martin Luther KingMartin Luther King
Er hieß Martin Luther King und wurde bald darauf eine wichtige Person an der Spitze der Bewegung für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in den USA.
Der Bürgermeister und die Busgesellschaft dachten, dass der Streik nicht lange anhalten würde. Aber da hatten sie sich getäuscht. Schwarze Taxifahrer senkten ihre Preise auf ein paar Cent, Fahrgemeinschaften wurden gebildet.
Meist aber gingen die Schwarzen zu Fuß zur Arbeit, oft kilometerweit.
 (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: US-Präsident am SargUS-Präsident am Sarg
Sie wollten so lange streiken, bis die Rassentrennung in den Bussen aufgehoben würde. Nach 382 Tagen hatten sie ihr Ziel erreicht. Am 21. Dezember 1956 hob ein hohes amerikanisches Gericht das Gesetz auf.
Rosa Parks ist 92 Jahre alt geworden und gilt als die "Mutter der Bürgerrechtsbewegung". Sie starb am 24. Oktober 2005 in Detroit und wurde vor ihrer Beisetzung im Kapitol in der Hauptstadt der USA in Washington aufgebahrt. Zu ihrer Beisetzung wurden im ganzen Land die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
 
Autorin: Constance Schirra
 
 
Porträt Martin Luther King (Bild: dpa)

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