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Rund um den Fußball

Fußball-ABC: Abseits und Abseitsfalle

 
Marco Fritz ist Schiedrichter in der Bundesliga. Er weiß ganz genau, wie man die Abseits-Regel für jeden verständlich erklärt.
 
Abseits
Abseitsregeln auf dem Spielfeld dargestellt! (Bild: Eigene Darstellung)
Ein Spieler befindet sich im Abseits, wenn sich zwischen ihm und dem Tor der gegnerischen Mannschaft, nur ein Spieler der gegnerischen Mannschaft befindet (in den meisten Fällen ist das der Torwart).
Die Regel gilt aber nur, wenn der Spieler aktiv in das Spielgeschehen eingreift, also den Ball annimmt oder auf den Ball zugeht. Steht der Spieler einfach nur so da und behindert keinen gegnerischen Spieler, ist das ein passives Abseits und der Schiedsrichter muss nicht pfeifen. Sobald aber der Spieler von einem Teamkollegen angespielt wird, wird aus dem passiven Abseits ein aktives (also ein richtiges) Abseits und das Spiel wird vom Schiedsrichter unterbrochen. Wird der Spieler von einem gegnerischen Spieler irrtümlich angespielt, ist das kein Abseits.
Abseitsfalle
Abseitsfalle auf Spielfeld dargestellt (Bild: Eigene Darstellung)

Die Abseitsregel kann von der verteidigenden Mannschaft auch als taktisches Mittel genutzt werden. Wenn sich der vorletzte Abwehrspieler auf der gleichen Höhe zur Torlinie mit dem gegnerischen Stürmer befindet, kann der Abwehrspieler durch ein schnelles Vorlaufen den Stürmer in eine Abseitsposition bringen. Der Pass des Gegenspielers kommt dann in dem Augenblick, in dem der Stürmer bereits im Abseits steht.
 
Autorin: Linda Gierich
 
Letzte Änderung am 13. Juni 2016