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Chinesische Raumstationen: Tiangong1 & 2

 
Aktuell

Die Raumstation Tiangong-1 ist am 2. April 2018 aus der Erdumlaufbahn abgestürzt. Schon vor zwei Jahren war die Funkverbindung abgebrochen und ihre Triebwerke konnten nicht mehr gestartet werden.
Verletzt wurde dabei aber niemand. Und größeren Schaden hat sie zum Glück auch nicht angerichtet, denn sie ist in der Erdatmosphäre über dem Südpazifik fast vollständig verglüht.
 
Am Ostermontag war es soweit: Die acht Tonnen schwere Raumstation Tiangong-1 ist aus der Erdumlaufbahn abgestürzt und über dem Südpazifik verglüht.
 
Drei chinesische Taikonauten vor ihrem Abflug (Bild: dpa Picture-Alliance) Im Juni 2012 bereiteten sich diese drei Taikonauten auf ihre Reise zur Raumstation Tiangong 1 vor.
Der "Himmlische Palast" - so heißt Tiangong übersetzt - war eine Teststation und sollte nur wenige Jahre im All bleiben.
Die Zwillingsstation Tiangong 2 wurde am 15. September 2016 ins All gebracht. Auch die Tiangong 2 ist nur ein Testläufer für die große Raumstation, die 2022 folgen und dann längere Zeit im All verweilen soll.
Taikonauten
Taikonauten werden die RaumfahrerInnen aus China genannt. "Taikong" bedeutet im Chinesischen soviel wie "Weltraum" - damit ist der Begriff ähnlich aufgebaut wie Kosmonaut ("Kosmos" = Weltraum) oder Astronaut ("Astro" = Stern). Alle drei bedeuten so viel wie Raumfahrer oder Sternenfahrer.
Die kleine Raumstation Tiangong1 und das Raumschiff Shenzhou8. (Bild: dpa picture-alliance)
Bis zu den 60er Jahren arbeiteten Russland - damals noch UdSSR - und China zusammen im Bereich der Raumfahrt. China bekam von der UdSSR zum Beispiel seine Weltraumraketen.
Später entwickelte China ein eigenes Raumfahrtprogramm und schickte 2011 mit der Tiangong 1 seine erste Raumstation ins All.
 
Autorinnen: Anika Assfalg / Simone Nürnberger
 
Letzte Änderung am 03. April 2018
 
Astronaut schaut aus einem Fenster der ISS auf die Erde. (Bild: dpa)

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