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Eskimos

 
Obwohl es in der Arktis unglaublich kalt ist, gibt es Menschen, die dort leben.
Gewusst?

Eine Zeit lang glaubten die Menschen, dass "Eskimo" übersetzt "Rohfleisch-Esser" heißt. Das ist natürlich nicht sehr nett. Deshalb nannte man die Ur-Einwohner der Arktis lieber "Inuit".
"Inuit" heißt "Mensch". Das ist aber nur bei einem Teil der arktischen Urbevölkerung so! Nur die Eskimos, die "Inuit" sprechen, nennen sich auch selbst Inuit.
Heute weiß man außerdem, dass "Eskimo" sehr wahrscheinlich "Schneeschuhflechter" heißt. Und es gibt sogar Inuit-Verbände, die sich ganz offiziell als Eskimos bezeichnen. Deshalb tun wir es auch.
 
Eine Eskimofrau in traditioneller Tracht (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Eine Inuit Frau.Eine Inuit Frau.
Seit etwa 5.000 Jahren besiedeln die Eskimos die Arktis. Um dort in Eis und Schnee überleben zu können, haben sie sich den schwierigen Bedingungen angepasst.
Grafik: Iglu (Bild: SWR)
Iglu - ein Haus aus Eisblöcken
Besonderes Wohnen
Sie entwickelten ganz besondere Häuser aus Eis: die Iglus. In diesen "Eishäusern" wohnten sie vor allem, wenn sie monatelang auf der Robbenjagd unterwegs waren.
Um ein Iglu zu bauen, werden Eisblöcke wie Backsteine übereinander geschichtet. Die Ritzen werden anschließend mit Schnee abgedichtet. Anstelle einer Tür wird ein kleiner Eistunnel gebaut, der mit einem Eisblock verschlossen werden kann. In so einem Iglu lässt es sich auch bei der größten Kälte gut aushalten.
Eskimo auf einem Hundeschlitten (Bild: dpa)
Großansicht: Eskimo mit HundeschlittenEskimo mit Hundeschlitten
Schlitternd voran
Um auf die Jagd zu gehen und sich dabei auf dem Packeis gut fortbewegen zu können, haben die Eskimos niedrige, lange Schlitten erfunden, die von Huskys gezogen werden.
Huskys sind Hunde, die von den Polarwölfen abstammen. Sie lieben den Schnee und vertragen die eisige Kälte prima. Jahrtausende lang waren die Hundeschlitten das einzige Fortbewegungsmittel der Inuit.
Doch inzwischen sind die Hundeschlitten zum größten Teil durch Motorboote und Schneemobile ersetzt. Und die traditionellen Iglus werden nur noch selten gebaut. Immer weniger der rund 160.000 Eskimos leben nach den alten Traditionen ihrer Vorfahren.
Holzhaus ist umgekippt (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Lebensraum wird zerstört.Lebensraum wird zerstört.
Ungewisse Zukunft
Denn der Lebensraum der Ur-Einwohner hat sich durch die Umweltbedingungen sehr verändert: Wegen des wärmeren Klimas schmilzt das Packeis und der Wasserspiegel steigt. Viele der Holzhäuser, in denen die Eskimos die meiste Zeit leben, drohen umzukippen, weil der Boden unter ihnen wegtaut.
Außerdem fischen große Fangflotten die Meere leer. Deshalb gehen die Menschen immer seltener auf die Jagd. Doch dadurch haben sie weniger zu essen und weniger Geld, weil sie nichts zum Verkaufen oder Tauschen haben. Stattdessen müssen sie im Supermarkt teure Waren kaufen, die sie kaum bezahlen können. Viele Eskimos sind deswegen auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen, beispielsweise von Kanada.
 
Autorinnen: Petra Enderlin /Cornelia Stenull
 
Letzte Änderung am 08. Februar 2018
 
 
Robbenbaby (Bild: dpa)

Robben

Im Wasser sind sie elegante Schwimmer, an Land dafür sehr unbeholfen und träge.
Polarforschung in der Arktis (Bild: dpa picture-alliance)

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