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Wildtier des Jahres 2010 - Dachs

Scheues Tier der Dunkelheit

 

Ein Dachs schaut aus seinem Bau (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Wildtier 2010Wildtier 2010
Ganz leise schleicht er sich an und plötzlich steht er da: der Dachs.
Nur seine weißen Streifen im Gesicht verraten das scheue Wildtier in der Dunkelheit.
Dachse sind nachtaktiv und nur ganz selten haben Menschen das Glück, einen zu Gesicht zu bekommen. Um den Dachs bekannter zu machen, wurde er nun von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWi) zum Wildier des Jahres 2010 gewählt.
Ein Dachs liegt mit dem Rücken im Schoß seiner Tierpflegerin. (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Ganz schön große Klauen!Ganz schön große Klauen!
Dachse haben von Kopf bis zur Schwanzspitze ein grau gefärbtes Fell und schwarz-weiße Streifen im Gesicht.
Sie werden mit einer Körperlänge von etwa 90 Zentimetern kaum größer als ein Fuchs - bringen aber einiges mehr auf die Waage.
Bis zu 20 Kilogramm schwer können die Raubtiere werden.
Das überrascht aber nicht, denn Dachse sind Allesfresser.
Zwei Dachse erforschen eine Wiese. (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Schnüffel, schnüffel...Schnüffel, schnüffel...
Mit ihren langen Klauen sind sie hervorragende Höhlenbauer und graben lange Gänge in bis zu fünf Meter Tiefe. Dort leben sie zusammen mit der ganzen Familie.
Und die unterirdischen Wohnungen werden von einer Generation zur nächsten weitergegeben.
So entstehen schon mal Labyrinthe mit mehreren hundert Meter langen Tunneln! Die Erde ist dann durchlöchert wie ein Schweizer Käse.
Inzwischen gibt es wieder viele Dachse. Das war nicht immer so: In den 70er Jahren wurden in vielen Orten Fuchsbauten vergast, weil die Menschen Angst vor der Tollwut hatten, die von Füchsen übertragen wurde.
Dabei wurden aber auch viele Dachse getötet, da sie gern mit Füchsen zusammenwohnen.
Dem Tier des Jahres 2010 wurde nun sogar eine eigene Briefmarke gewidmet. Seit November 2009 ist der Dachs also auf dem ein oder anderen Briefumschlag zu sehen.
 
Autorin: Carina Heßling
 
Letzte Änderung am 08. Dezember 2015
 
 
Haselmaus beim Fressen (Bild: dpa picture-alliance)

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