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Fisch des Jahres 2020 - Nase

Bedrohter Saubermann

 
 
Der Name dieses Fisches ist Programm: Die "Nase" hat einen Aufsatz auf ihrer Oberlippe, der aussieht wie eine Nase. Sie ernährt sich von Algen, die sie von Steinen und Kies abweidet. So wie Schnecken die Glasscheiben im Aquarium putzen, so hält die Nase glatte Oberflächen im Fluss algenfrei und sauber. Das ist wichtig, weil viele Fische in solchen Kiesbetten laichen. Ohne geeignete Laichplätze können sie sich nicht vermehren.
Die Nase gehört zur Familie der Karpfenfische. Sie hat einen spindelförmigen Körper, ein silbriges Schuppenkleid und rötlich gefärbte Flossen. Sie kann zwischen 25 und 40 Zentimeter groß und bis zu einem Kilo schwer werden.
Nasen leben in Mittel- und Osteuropa in schnell fließenden Flüssen wie der Donau und dem Rhein. Doch in fast allen Ländern sind sie gefährdet. Sie laichen im Frühjahr und unternehmen dabei lange Wanderungen von mehreren hundert Kilometern. Wehre, Wasserkraftwerke und Dämme erschweren die Wanderung der Fische zu ihren Laichplätzen, so dass sie sich nicht vermehren können.
Um den Schutz der Nasen zu verbessern, müssen Hindernisse in den Flüssen abgebaut oder passierbar gemacht werden und naturnahe Ufer wiederhergestellt werden. Nur so können sich die Fischbestände – nicht nur die der Nase – wieder erholen.
Um auf darauf aufmerksam zu machen, ist die Nase zum Fisch des Jahres 2020 gewählt worden.
 
Letzte Änderung am 12. November 2019
 
 
 
 
 
 
 
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