SWR Kindernetz
ProgrammvorschauPodcast
Du bist hier: Startseite > Infonetz > Tiere-Natur > Natur des Jahres

Insekt des Jahres 2011 - Kerbameise

Teamarbeiter

 
 
Zwei Große Kerbameisen betasten sich. (Bild: dpa picture-alliance )
"Eklig! Gruselig! Schädlinge!" Völlig zu unrecht werden Insekten wie die Große Kerbameise so beschimpft - hier sehen sie doch eigentlich ganz gesellig aus.
Das Kuratorium "Insekt des Jahres" will mit diesen Vorurteilen aufräumen und die gefährdete Große Kerbameise schützen.
Aus diesem Grund wurde die Große Kerbameise zum "Insekt des Jahres 2011" gewählt.
Treffen zwei Ameisen aufeinander beschnuppern sie sich erst einmal. So finden sie heraus: "Gehören wir eigentlich zum gleichen Staat?" Die Mitglieder eines Ameisenstaates sind nämlich mit dem gleichen Duft markiert. Damit kennzeichnen sie auch den Weg zu Nahrungsquellen oder zum eigenen Bau.
Schützenswert
Waldspaziergänger laufen an einem Ameisenhaufen vorbei. (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Gefährdete AmeisenhaufenGefährdete Ameisenhaufen
Geschützt werden muss die Kerbameise unter anderem vor Waldspaziergängern, die die Ameisenhaufen zerstören wollen.
Mühselig tragen die Ameisen die Haufen meist aus Baumnadeln zusammen.
Bis zu anderthalb Meter hoch können sie werden und bilden das Zuhause von mehr als hunderttausend Exemplaren. Das ist dann ein riesiger Ameisenstaat.
Im Winter verkriechen sich aber alle in ihren Bau, der tief in die Erde reicht. Dort fallen sie in Winterstarre.
Harmlos für uns Menschen
Für den Menschen ist die Große Kerbameise harmlos. Ärgern sollte man sie aber trotzdem nicht. Denn ihre Feinde beißt sie mit ihrem kräftigen Mundwerkzeug und spritzt brennende Ameisensäure in die Wunde.
Gewusst?

Die Männchen haben Flügel - leben aber nur sehr kurz. Nämlich einzig und allein, um die Königin auf ihrem Hochzeitsflug zu befruchten. Die Königin aber wird bis zu 20 Jahre alt.
In der Natur kannst du meist die Arbeiterinnen entdecken. Sie sind sieben bis acht Millimeter groß und ihr Hauptmerkmal ist namensgebend: Sie haben eine aufrecht, eingekerbte Schuppe am Hinterteil. Außerdem sind Kopf und Hinterleib braunschwarz und die Taille rot.
Auf dem Speiseplan der Kerbameise stehen Aas oder Insekten, die leicht zu überwältigen sind. Ihre absolute Lieblingsspeise ist aber der Honigtau der Blattläuse. So wird deren zuckerhaltiger Kot genannt.
Sie selbst ist Futter für den Ameisenlöwen, der das Insekt des Jahres 2010 war. Seine Beute ist also sein Nachfolger für das Jahr 2011 geworden.
 
Autorin: Linda Gehbauer
 
Letzte Änderung am 07. Dezember 2015
 
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen
Artikel bewerten Bewertungen lesen
Das Bild zeigt einen Ameisenlöwen mit seinen großen Zangen am Kopf. (Bild: Johannes Gepp, Graz.)

2010 - Ameisenlöwe

Winzig klein, aber oho! Der Ameisenlöwe hat einen cleveren Trick auf Lager.
Insekt des Jahres 2017: Die Gottesanbeterin (Bild: Senckenberg/Thomas Schmitt dpa)

Insekt 2017

Die Gottesanbeterin fühlt sich auch bei uns wohl und breitet sich aus.
Insekt 2016: Dunkelbrauner Kugelspringer (Bild: Andreas Stark, Ampyx-Verlag)

2016 - Kugelspringer

Der Dunkelbraune Kugelspringer ist sehr wertvoll für unsere Böden...