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Rote Liste bedrohter Arten

Schutzprogramme sollen helfen

 
Aktuell

Jedes Jahr am 22. Mai ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt. Er soll uns daran erinnern, dass die Vielfalt von Tieren und Pflanzen auf unserem Planeten geschützt werden muss.
Am 22. Mai 1992 wurde in Nairobi das UN-Übereinkommen zur biologischen Vielfalt getroffen. Inzwischen sind 196 Staaten und die EU dem Übereinkommen beigetreten.
Die Weltnaturschutzunion IUCN veröffentlicht in regelmäßigen Abständen die Rote Liste der am stärksten bedrohten Arten der Welt. Einige Arten konnten durch Schutzmaßnahmen erfolgreich gerettet werden.
 
 
Mary-River-Schildkröte (Bild: ZSL/Chris Van Wyk)
Das ist mal eine Schildkröte mit flotter Frisur! Die Mary-River-Schildkröte verbringt so viel Zeit im Wasser, dass ihr Algen auf dem Kopf wachsen. Und damit nicht genug: Sie kann bis zu drei Tage unter Wasser bleiben, weil sie auch durch ihren Po atmet! Leider ist sie vom Aussterben bedroht.
(Bild: ZSL/Chris Van Wyk)
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Die Rote Liste bedrohter Arten wird seit 1994 von der Weltnaturschutzunion IUCN veröffentlicht. Das Ziel der Roten Liste ist der Schutz der Artenvielfalt auf unserem Planeten.
Insgesamt werden mehr als 90.000 Tier- und Pflanzenarten in neun verschiedene Kategorien eingeordnet, von "kaum betroffen" über "gefährdet" bis hin zu "ausgestorben".
Etwa ein Drittel der untersuchten Arten sind gefährdet oder sogar sehr gefährdet. Für diese Arten überlegen sich Experten, wie man sie besonders schützen kann, damit sie nicht aussterben.
Bei manchen Arten gelingt es und die Tiere kommen auf die Blaue Liste. Auf dieser Liste werden alle Tier- und Pflanzenarten erfasst, die bedroht waren und dank Schutzprogrammen nicht mehr bedroht sind. Es ist also eine Liste der erfolgreich geschützten Arten.
Mausmaki (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: MausmakiMausmaki
Aber wieso sterben Tiere überhaupt aus?
Auch schon vor Millionen von Jahren sind Arten ausgestorben, aber es sind auch immer wieder neue dazu gekommen. Heute sterben viel mehr Arten, als es von Natur aus sein müsste und das hat Gründe:
Expert/-innen sagen, dass vor allem wir Menschen daran Schuld sind. Im
19. Jahrhundert soll das große Artensterben angefangen haben, als die Menschen Maschinen, Straßen und Fabriken bauten und die Natur nach ihren Ideen zu nutzen begannen.
Die Menschen veränderten die Lebensräume der Tiere und Pflanzen so stark, dass viele nicht genug Zeit hatten sich daran zu gewöhnen und damit ausstarben.
Die Rote Liste will verhindern, dass noch mehr Arten aussterben.
 
Autorinnen: Anika Assfalg, Simone Nürnberger
 
Letzte Änderung am 16. April 2018
 
 
Mädchen mit Hund und Katze (Bild: colourbox)

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