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Astronominnen und Astronomen

Sie erforschten die Ferne

 
 
Astrolabium (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: AstrolabiumAstrolabium
Es heißt die Mathematikerin Hypathia von Alexandria (370-415) habe das Astrolabium erfunden. Ein Instrument, mit dem die Entfernung und Position der Sterne, Planeten und der Sonne bestimmt werden kann. Hypatia war ihrer Zeit weit voraus. Sie wusste, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Claudius Ptolemäus (100 - 175) hält dagegen nicht die Sonne, sondern die Erde für den Mittelpunkt des Weltalls. In seinem Standardwerk zur Astronomie "Mathematike Syntaxis", wird sein geozentrisches Weltbild für fast 1500 Jahre festgeschrieben.
Denkmal Kopernikus (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Nikolaus KopernikusNikolaus Kopernikus
Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts, widerlegt der polnische Sternenforscher Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543) diese geozentrische Vorstellung. "In der Mitte von allen aber hat die Sonne ihren Platz“. Mit diesem Satz stellt er die astronomische Wissenschaft auf den Kopf.
Kopernikus veröffentlicht seine Ideen, aber erst kurz vor seinem Tod. Und es dauert noch viele Jahre, bis sich seine Vorstellung wirklich durchsetzen kann. Einige Wissenschaftler wollen immer noch die Erde als Mittelpunkt sehen.

Mann mit Fernrohr (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Galileo GalileiGalileo Galilei
1608 konstruiert Hans Lipperhey in den Niederlanden ein Fernrohr. Ein Jahr später baut Galileo Galilei (1564 - 1642) die Erfindung des Holländers nach. Mit diesem Fernrohr kann er erkennen, dass es auf dem Mond Berge und auf der Sonne Flecken gibt. Außerdem stellt er fest, dass die Milchstraße aus Sternen besteht.
Auch Galilei ist von der Theorie des Kopernikus überzeugt. Und er hat Beweise für ihre Richtigkeit. Das gefällt der Kirche gar nicht. Ihrer Meinung nach dreht sich das Weltall um die Erde. Galilei wird vom Papst gezwungen, seine Aussagen zu widerrufen und wird zu einigen Jahren Hausarrest verurteilt.
Johannes Kepler (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Johannes KeplerJohannes Kepler
Auch Friedrich Johannes Kepler (1571 - 1630) ist von der Heliozentrik überzeugt und veröffentlicht 1609 die „Astronomia Nova“, die "neue Astronomie".
Darin beschreibt er die Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne. Und das Besondere daran ist: Kepler findet heraus, dass die Planeten keine kreisförmigen, sondern elliptische Bahnen um die Sonne ziehen. 
Diese Gesetzmäßigkeiten wurden nach ihm die "Keplerschen Gesetze" genannt.

Elisabetha Hevelius (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Elisabetha HeveliusElisabetha Hevelius
Elisabetha C. Koopmann Hevelius (1647 - 1693) ist leidenschaftliche Astronomin und hilft ihrem Mann beim Betrieb der Sternwarte in Danzig.
Gemeinsam erstellen sie den Sternenkatalog "Prodromus astronomiae" mit 1564 Sternen und ihren Positionen, den Hevelius nach dem Tod ihres Mannes vollendet und veröffentlicht.
Sie gilt als erste Frau, deren Leistungen in der Astronomie anerkannt sind und wird „Mutter der Monddiagramme“ genannt.
Druckgrafik Astronomen Herschel (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Caroline Lucretia HerschelCaroline Lucretia Herschel

Caroline Lucretia Herschel (1750 - 1848) folgt im Alter von 22 Jahren ihrem Bruder nach England. Zunächst beobachten sie nur in ihrer Freizeit den Sternenhimmel, bis Friedrich Wilhelm Herschel eine Stelle als königlicher Hofastronom annimmt.
Friedrich findet den Planeten Uranus und Caroline entdeckt acht Kometen. Für ihre Arbeit erhält sie zahlreiche Auszeichnungen und wird 1835 Ehrenmitglied in der Royal Astronomical Society (dt. Königliche Astronomische Gesellschaft).
 
Autorin: Anette Bullach
 
Letzte Änderung am 20. Februar 2017
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Astronomie: Astronomie ist die Wissenschaft, die sich mit der Erforschung des Weltalls beschäftigt. Die Astronomie zählt zu den ältesten Wissenschaften und gilt als die "Mutter" vieler anderer Naturwissenschaften, wie z.B. der Physik, der Geographie und der Mathematik.
Milchstraße: Bei klarem Himmel ist ein weiß schimmernder Streifen am Himmel zu sehen: die Milchstraße, eine Galaxie. Sie besteht aus unzähligen Sonnen und Planeten. Auch unser Sonnensystem ist ein Teil der Milchstraße.
Kometen: Aus dem Griechischen übersetzt sind Kometen „langhaarige Sterne“ – und genau so sehen sie aus. Eigentlich sind sie schmutzige Klumpen, bestehend aus gefrorenen Gasen und Gestein. Irgendwo am Rande unseres Sonnensystems sind sie entstanden. Steuern sie auf die Sonne zu, verdampft das Gas. Wir sehen das Gas dann als Schweif des Kometen. Die meisten Kometen sind so klein, dass wir sie gar nicht sehen. Andere sind sogar mit dem bloßen Auge zu sehen.
Manchmal ist auch ein Komet die Ursache für einen regelrechten Sternschnuppen-Regen – nämlich dann, wenn die Erde den Schweif eines Kometen kreuzt.
Links zum Thema
Friedensnobelpreis 2011
https://www.kindernetz.de/infonetz/politik/frauenrechte/friedensnobelpreis/-/id=271614/ nid=271614/did=86182/jyo0r4/index.html
 
Das Weltraumteleskop Hubble (Bild: dpa Picture-Alliance)

Teleskop

Mit dem Teleskop erscheinen Sterne aus fernen Galaxien zum Greifen nah.
Pyramide des Kukulkan (Bild: dpa Picture-Alliance)

Astronomiegeschichte

Das Sonnensystem ist voll unbekannter Gebilde und ungelöster Geheimnisse.