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Warum gibt es Jahreszeiten?

 
 
Eine Rosskastanie im Wandel der vier Jahreszeiten (Bild: dpa picture-alliance)
Frühling, Sommer, Herbst und Winter! Wieso gibt es hier vier Jahreszeiten?
Die Erde dreht sich um die Sonne. Das dauert genau ein Jahr. Gleichzeitig dreht sie sich um ihre eigene Achse. Dafür braucht sie einen Tag.
Solange unsere Seite in Richtung Sonne schaut, ist bei uns Tag. In dem Moment, wo wir uns von der Sonne wegdrehen, fängt die Nacht an und auf der anderen Seite der Erde geht die Sonne auf.
Die Erde steht schief im Weltall
Diese "Tag-Nacht-Drehachse" steht schräg zur Sonnenachse und diese schräge Lage ist verantwortlich für die unterschiedlichen Jahreszeiten.
Tag-Nach-Achse im Verhältnis zur Sonne (Bild: SWR)
Während die Erde um die Sonne wandert, wird der Erdball an verschiedenen Stellen unterschiedlich stark beschienen.
Das liegt daran, dass sich der Winkel ändert mit dem die Sonne auf unsere Erde scheint, eben weil die Erde schief zur Sonnenachse steht.
Diese Veränderung des Winkels ist verantwortlich für unsere Jahreszeiten. Würde die Erdachse nicht schief stehen, würde der Winkel immer gleich bleiben.

Steil oder flach - Sommer oder Winter? Sonne hinter kahlen Bäumen (Bild: SWR)
Im Sommer treffen die Sonnenstrahlen direkt von oben, also ganz steil, auf die Erdoberfläche. Es wird wärmer und da die Tage im Sommer länger sind, bekommen wir mehr Sonne ab.
Im Winter treffen die Strahlen in einem flachen Winkel auf. Das kannst du auch am Stand der Sonne sehen: Sie steht viel niedriger über dem Horizont als im Sommer. Und deshalb erwärmt sich die Erde weniger.
 
Autorinnen: Friederike Wilhelmi / Sandra Goller/ Anika Assfalg
 
 
Im Text hervorgehobene Wörter:
Jahreszeiten: In den gemäßigten Breiten gibt es vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst, Winter. In den Tropen sind es Trockenzeit und Regenzeit. Wenn auf der Nordhalbkugel Winter ist, ist auf der Südhalbkugel Sommer und umgekehrt.
Die astronomischen Jahreszeiten richten sich nach dem Stand der Sonne. Sie werden markiert von den Sonnenwenden (20./21. Juni und 21./22. Dezember) und den Tag- und Nachtgleichen (20./21.März und 22./23. September).
Die meteorologischen Jahreszeiten wurden für die statistischen Auswertungen vereinfacht auf den jeweils drei Monate festgelegt und beginnen am 1. März, 1. Juni, 1. September und 1 Dezember.
Tag-Nacht-Drehachse: Die Tag-Nacht-Drehachse ist eine gedachte Achse, die durch die Erde geht. Um diese dreht sich die Erde einmal in 24 Stunden. Sie wird so genannt, weil es dadurch, dass die Erde sich um diese Achse dreht, Tag und Nacht gibt. Auf dem sonnenzugewandten Teil der Erde ist dann Tag und auf der anderen Seite Nacht.
Erdoberfläche: Die Erdkugel besteht aus drei verschiedenen Schichten: Erdkern, Erdmantel und Erdkruste.
Ganz in der Mitte ist der Erdkern: bestehend aus dem inneren festen Kern und dem flüssigen äußeren Kern. Der Erdkern ist umgeben vom Erdmantel. Der wird noch einmal unterteilt in den unteren und oberen Erdmantel. Der Erdmantel besteht aus einer glühendheißen, zähflüssigen Gesteinsmasse: dem Magma. Auf dieser zähen Masse des Erdmantels "schwimmen" Platten - die zusammen die Erdkruste und damit die Erdoberfläche bilden.
Links zum Thema
Planet Schule - Wenn der Frühling früher kommt - Die Jahreszeiten im Klimawandel
https://www.planet-schule.de/sf/php/sendungen.php?sendung=9225
 
viele Gänseblümchen auf der Wiese (Bild: dpa Picture-Alliance)

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