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Ulmen

Sage vom Riesenfisch im Maar

Gemaltes Bild einer Burg (Bild: Grundschule Ulmen)
Zum Zoombild: Die Ulmener BurgDie Ulmener Burg
Ritter Schils und Ritter Kuno von der Ulmener Burg kamen von der Jagd wieder. Sie überfielen reisende Kaufleute und raubten ihre Schätze aus. Diese Schätze verstauten sie jetzt hoch oben in der Burg.
Später am Abend lud Ritter Kuno alle Freunde und Bekannten auf die Burg. Sie schmiedeten neue Raubpläne. Ritter Kuno glaubte an den Riesenfisch aus dem Maar. Jedes Mal, wenn ein Ulmener Ritter starb, hat man am Tag davor diesen Riesenfisch im Maar gesehen. Er war dreißig Fuß lang – so groß, dass ihn niemand fangen konnte. Der Fischerklaus behauptete sogar, dass der Fisch alle verschwundenen Ritter gefressen hätte.
Plötzlich polterte der Fischerklaus in den Rittersaal und zitterte vor Angst. Er sagte: "Ich habe eben den Riesenfisch gesehen, aber er war diesmal etwas kleiner." Ritter Kuno nahm die Nachricht nicht ernst, weil es bestimmt ein anderer Fisch war, den der Fischerklaus sah. Es begann ein Streit. Jemand rief, dass der Fisch den Tod von Ritter Kuno voraussage. Ritter Kuno war empört und rief: "Halt's Maul!" Ritter Schils glaubte an den Fisch und verschwand sofort, weil er große Angst hatte.
Am nächsten Tage kam Ritter Schils wieder und sagte ihm, dass die Burg noch heute von Truppen der Trierer Erzbischöfe angegriffen würde. Ritter Schils empfahl Ritter Kuno sich zu ergeben, um nicht getötet zu werden. Als die Feinde ankamen, leistete die Burg nur wenig Widerstand. Trotzdem brannten die Truppen alles nieder. Am Abend stand die Ulmener Burg in feuerroten Flammen. Ritter Kuno wurde nicht mehr wiedergesehen.
 
Grundschule Ulmen, 4. Klasse
 
Letzte Änderung am 15. Mai 2008