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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Achatschnecke

Ernährung
Achatschnecken ernähren sich von Früchten wie Bananen, Melonen, Pflaumen, Pfirsichen, Mango, Papayas, Erdbeeren sowie von Salat und Gemüse wie Möhren oder Gurken und Tomaten. Sie fressen aber auch rohes Fleisch.

Damit ihr Gehäuse sich schön entwickelt, brauchen sie zusätzlich Kalk. Der Kalk kann als Pulver unter das Futter gemischt werden oder in Form einer Sepiaschale in das Terrarium gegeben werden.
Haltung
Inzwischen sind Achatschnecken in manchen Ländern - wie zum Beispiel in England - als Heimtiere sehr beliebt. In anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, ist die Haltung streng verboten und wird bestraft.

Da Achatschnecken aus den Tropen stammen, brauchen sie es warm: Das Terrarium muss mit Heizmatten oder Heizkabeln ausgerüstet sein, und es sollten Temperaturen von 24 bis 26 °C herrschen. Temperaturen unter 15 °C vertragen sie nicht. Die Luftfeuchtigkeit muss sehr hoch sein und bei 80 bis 90 Prozent liegen.

Der Boden muss mit einer Mischung aus Torf und Sand bedeckt sein, auch Pinienerde eignet sich sehr gut. Außerdem sollte der Boden unbedingt aufgekalkt werden. Es hat nur wenig Sinn, das Terrarium hübsch mit Pflanzen einzurichten, denn die Schnecken betrachten sie meist als Futter, so dass nach kurzer Zeit nichts mehr von ihnen übrig ist. Gräser, Efeu und einige Zimmerpflanzen können allerdings problemlos ins Terrarium eingepflanzt werden - sie schmecken den Achatschnecken nicht.
Weil manche Schnecken auch ab und zu baden, sollte eine flache Schale mit Wasser vorhanden sein.

Für drei bis vier Achatschnecken muss das Terrarium etwa 60 x 30 x 30 Zentimeter groß sein.
Pflegeplan
Das Terrarium der Schnecken muss regelmäßig gereinigt und unbedingt von alten Futterresten befreit werden - sonst werden die Tiere krank. Achatschnecken brauchen kein Extra-Trinkwasser, solange die Luftfeuchtigkeit im Terrarium hoch genug ist und sie reichlich saftiges Futter bekommen.

Ist es für die Achatschnecken zu kalt, zu nass oder zu warm, verkriechen sie sich in ihrem Gehäuse und verschließen es mit einem Kalkdeckel. So können sie ungünstige Zeiten bis zu einem halben Jahr problemlos überstehen.
Autorin: Barbara Kiesewetter