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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Äthiopischer Wüstenigel

Alltag
Igel mit großen Ohren  (Bild: SWR)
Allzu viel ist über die Äthiopischen Igel nicht bekannt. Man weiß aber, dass sie wie unsere Igel Einzelgänger und nachtaktive Tiere sind. Deshalb sind ihre Ohrmuscheln sehr gut beweglich. So können sie alle Geräusche rundherum in der Nacht gut hören.

Tagsüber verstecken sie sich in Felsspalten sowie in 40 bis 50 Zentimeter tiefen Höhlen, die sie unter Büschen und Gestrüpp anlegen und die nur einen Ausgang besitzen. Nachts streifen sie umher und machen Jagd auf Insekten und kleine Wirbeltiere.
Freunde und Feinde
Stacheln des Äthiopischen Igels  (Bild: SWR)
Weil die Äthiopischen Igel wie alle Igel durch ihr dichtes Stachelkleid so gut geschützt sind, haben sie kaum Feinde.
Bei Gefahr rollen sie sich zu einer Kugel zusammen und stellen die Stacheln auf.
Kaum ein Raubtier schafft es dann, diese Stachel-Kugel zu durchdringen. Wenn man sie anfasst, können Wüstenigel außerdem kräftig zubeißen.
Nachwuchs
Alle Wüstenigel pflanzen sich zwischen Juli und September fort. Ein Wüstenigel-Weibchen bringt ein bis zu fünf Junge zur Welt. Kleine Wüstenigel sind noch sehr pflegebedürftig: Sie werden blind und hilflos geboren. Erst etwa 22 Tage nach der Geburt öffnen sie ihre Augen.

Die ersten sechs Wochen werden sie ausschließlich von der Mutter gesäugt. Anschließend beginnen sie, feste Nahrung zu fressen. Die Mutter säugt sie aber noch bis zur 8. Lebenswoche zusätzlich weiter.
Sprache
Wenn sie aufgeregt sind, geben Wüstenigel Laute von sich, die wie ein Husten klingen.
Autorin: Barbara Kiesewetter