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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Akazienratte

Alltag
Akazienratte im Terrarium  (Bild: SWR)
Besonders viel ist über das Leben der Akazienratten nicht bekannt, weil sie noch kaum erforscht sind.

Man weiß nur, dass sie gesellig und nachtaktiv sind. Ganz sicher sind sich die Forscher aber nicht: Manche vermuten, dass Akazienratten in großen Kolonien, aber auch in Familiengruppen leben.
Andere glauben eher, dass sie einzeln oder als Paar mit den Jungen zusammen wohnen. Wiederum andere Forscher berichten, dass Akazienratten keine festen Paare bilden.

Die meiste Zeit halten sich Akazienratten auf Akazienbäumen auf, um dort zu fressen. Sie bevorzugen zwei bestimmte Akazienarten: Gelbfieberbäume sowie Regenschirmbäume.
Akazienratte auf einem Baumstamm  (Bild: SWR)
Zum Ruhen und Schlafen klettern sie jedoch auf andere Bäume, die höher sind. Auf diesen Bäumen - und manchmal auf hohen Baumstümpfen - bauen sie in Astgabeln, Baumhöhlen oder hohlen Ästen ihre Nester. Diese bestehen aus Ästen und anderem Pflanzenmaterial. Sind die Temperaturen kühler, legen sie vermutlich auch Nester im Boden an.

Bei ganz großer Gefahr kommen Akazienratten von ihren Bäumen herunter und fliehen.
Freunde und Feinde
Akazienratte versteckt sich  (Bild: SWR)
Eulen, Marder und Schlangen können den Akazienratten gefährlich werden.

Weil die Tiere aber im Dickicht der Akazienäste mit ihren langen Dornen leben, sind sie vor vielen Feinden gut geschützt.
Nachwuchs
Bei den Akazienratten paart sich ein Männchen mit mehreren Weibchen. Paarungszeit ist in der Natur im März und April. Normalerweise bewegen sich die Männchen auf einem Gebiet von ein bis zwei Hektar. Während der Fortpflanzungszeit sind sie jedoch sehr viel aktiver und laufen auf einem Gebiet von fünf bis zehn Hektar umher. In diesen Gebieten leben mehrere Weibchen. Diese besuchen die Männchen, um sich mit ihnen zu paaren.

Nach nur 24 Tagen kommen die Jungen zur Welt. Pro Wurf können es zwei bis fünf Tiere sein. Meistens sind es drei. Ein Weibchen kann in einem Jahr dreimal Junge bekommen.
Die kleinen Akazienratten sind schon mit 30 Tagen selbstständig und mit 100 Tagen geschlechtsreif. So lange bleiben sie bei den Eltern. Erst dann suchen sie sich einen eigenen Baum. In Gefangenschaft hat man beobachtet, dass die Eltern ihre Jungen heftig verteidigen: Um Störenfriede zu verjagen, klappern sie mit den Zähnen.
Autorin: Barbara Kiesewetter
 
 
 
 
 
 
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