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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Ballon-Igelfisch

Alltag
Igelfisch mit aufgestellten Stacheln (Bild: SWR)
Bei Gefahr wächst der Ballon-Igelfisch über sich selbst hinaus: Er stellt nicht nur seine Stacheln auf, sondern kann sich aufblasen, so dass er ein Vielfaches seines normalen Körperumfangs erreicht. Das schafft er, indem er Wasser in seinen Magen pumpt.

Meist sind die Angreifer dann so beeindruckt, dass sie sich zurückziehen und lieber nach kleinerer Beute Ausschau halten.

Der Igelfisch aber lässt, sobald die Gefahr vorbei ist, das Wasser langsam wieder aus seinem Magen ausströmen und bekommt so wieder seine ursprüngliche Größe.
Igelfische haben alles im Blick (Bild: SWR)
Ballon-Igelfische sind meist in der Nacht aktiv. Mit ihren großen Augen können sie ihre Beute im Dunkeln besonders gut aufspüren.

Igelfische können ihre Augen unabhängig voneinander bewegen - sie haben also ihre ganze Umgebung gut im Blick.

Tagsüber verstecken sie sich im Seegras oder schlafen in Höhlen oder Nischen des Korallenriffs.

Besonders gute Schwimmer sind sie jedoch nicht: Ab und zu kommt es vor, dass sie gegen die Meeresströmung nicht ankommen und aus ihrer tropischen Heimat bis nach Europa getragen werden. Jedenfalls hat man Igelfische schon öfter im Mittelmeer entdeckt, obwohl sie dort nicht zu Hause sind.
Freunde und Feinde
Auf die Stacheln hat der Hai bestimmt keinen Appetit! (Bild: SWR)
Igelfische haben kaum Feinde:
Weil sie sich zu imposanter Größe aufblasen können, schrecken sie viele Gegner ab.

Außerdem ist ihr gefährliches Stachelkleid ein perfekter Schutz gegen mögliche Angreifer.
Nachwuchs
Igelfisch-Weibchen legen wie die meisten Fische Eier. Die Befruchtung findet außerhalb des Körpers statt. Die Weibchen geben jedes Jahr ungefähr zwischen Mai und Juni die Eier ins Wasser ab, wo sie dann von den Männchen befruchtet werden.
Junge Kugelfische sind sechs bis neun Zentimeter lang und tragen am ganzen Körper dunkle Tupfen.
Autorin: Barbara Kiesewetter