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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Bambushai

Alltag
Bambushai (Bild: SWR)Bambushaie sind nachtaktive Einzelgänger.
Am Tag wird man sie also kaum zu sehen bekommen, weil sie sich dann zum Schlafen in Höhlen und Spalten im Korallenriff oder in den Felsen verstecken.
In der Nacht machen sie sich am Grund und zwischen den Korallen und Felsen auf Nahrungssuche.
Bambushai (Bild: SWR)Sie schwimmen mit leicht wellenförmigen Bewegungen ihres Körpers, die Schwanzflosse ist der Hauptantrieb. Da Bambushaie wie alle Knorpelfische keine Schwimmblase im Körper haben, mit deren Hilfe sie im Wasser schweben können, müssen sie dauernd in Bewegung bleiben, um nicht auf den Meeresboden zu sinken.

Sonst weiß man über das Leben der Bambushaie wenig. Obwohl sie zu den am häufigsten in Aquarien gehaltenen kleinen Haien gehören, ist über ihr Verhalten kaum etwas bekannt.
Freunde und Feinde
Hauptfeind der Bambushaie ist der Mensch: In Asien werden sie gefischt und gegessen. Außerdem werden sie in der chinesischen Medizin verwendet.
Nachwuchs
Wenn Bambushaie drei oder vier Jahre alt sind, werden sie geschlechtsreif. Männchen und Weibchen paaren sich, und die Eier werden im Inneren des Weibchens befruchtet.
Anschließend legt das Weibchen höchstens zwei Eier auf einmal auf dem Meeresboden ab. Damit sie geschützt sind, haben sie eine feste, äußere Hülle. Die Eier sind acht bis zehn Zentimeter lang, vier Zentimeter breit und viereckig.
Junge Braungebänderte Bambushaie (Bild: SWR)An den Ecken tragen sie seltsame, spiralförmige Fäden. Diese Fäden dienen dazu, sich um Wasserpflanzen oder Steine zu ranken und das Ei gut festzuhalten, damit es in der Strömung nicht davon schwimmt.
Nach 85 bis 110 Tagen schlüpfen die Haibabys. Bambushaie kümmern sich nicht um ihren Nachwuchs.
Die jungen Haie sind sofort nach dem Schlüpfen selbstständig und beginnen ein eigenes Leben.
Autorin: Barbara Kiesewetter