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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Baumhöhlenlaubfrosch

Alltag
Ein Baumhöhlenlaubfrosch auf einem Ast (Bild: SWR)Baumhöhlenlaubfrösche sind dämmerungs- und nachtaktiv. Nur die ganz jungen Frösche sind auch tagsüber unterwegs.

Die Frösche verbringen ihr Leben in den Kronen der Urwaldbäume, wo sie dank ihrer braun-weißen Zeichnung im Gewirr der Äste und Blätter gut getarnt sind.
Dank ihrer großen Haftlamellen können sie sich an Ästen und auf Blättern festhalten und so in den Bäumen umherklettern. Nur ganz selten trifft man sie auf dem Boden oder im Wasser an.
Freunde und Feinde
Ein Baumhöhlenlaubfrosch auf einem Ast (Bild: SWR)Baumhöhlenlaubfrösche besitzen am Rücken Drüsenwarzen, aus denen sie ein Hautsekret absondern.
Dadurch sind sie recht gut vor Fressfeinden geschützt.

Die Jungfrösche sind stärker durch Feinde bedroht, weil sie noch keine Drüsenwarzen besitzen.
Nachwuchs
Baumhöhlenfrösche wandern nicht wie andere Frösche zur Fortpflanzung ins Wasser: Bei ihnen findet die Paarung und sogar die Ablage der Eier in den Bäumen statt. Paarungszeit ist das ganze Jahr über.
Nach der Paarung legen die Weibchen etwa 2000 Eier in mit Wasser gefüllte Blätter und Blüten.
Kopf eines erwachsenen Baumhöhlenlaubfroschs (Bild: SWR)Nach nur einem Tag schlüpfen die Kaulquappen. Wie bei anderen Fröschen atmen sie zunächst mithilfe ihrer Kiemen, die außen am Kopf zu sehen sind.
Etwa drei Wochen dauert die Metamorphose, also die Umwandlung zum jungen Frosch. Erst dann besitzen sie Lungen, vier Beine und die typische Froschgestalt. Die Jungfrösche sind noch etwas kontrastreicher gefärbt als die erwachsenen Tiere: Die breiten weißen Querbänder und Flecken sind viel deutlicher zu sehen als bei den älteren Tieren.
Sprache
Die Männchen sind für ihre lauten Rufe bekannt.
Autorin: Barbara Kiesewetter