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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Binturong

Alltag
Kopf eines Binturongs (Bild: SWR)
Allzu viel ist über das Leben der Binturongs in der freien Wildbahn nicht bekannt.

Sie sind nachtaktive Tiere. Deshalb können sie in der Dämmerung sehr gut sehen, außerdem haben sie ein gut entwickeltes Gehör und einen guten Geruchssinn.
Obwohl sie auf den ersten Blick etwas behäbig wirken, sind sie perfekt an ein Leben in den Bäumen angepasst.

Ein Binturong klettert an einem Baumstamm hoch (Bild: SWR)
Allerdings bewegen sie sich relativ langsam und bedächtig in den Ästen, können aber geschickt und sicher klettern. Dabei benutzen sie ihren Greifschwanz wie eine fünfte Hand und halten sich mit den Krallen an den Füßen beim Klettern zusätzlich fest.

Sie können auch gut schwimmen und tauchen.

Schlafender Binturong (Bild: SWR)
Wenn sie sich auf dem Boden fortbewegen, treten sie ähnlich wie ein Bär mit der ganzen Fußsohle auf - dies ist für Schleichkatzen sehr ungewöhnlich.
Ihr Revier markieren sie, indem sie mit dem Po auf Ästen entlang rutschen und die Zweige so mit Duftstoffen aus einer zwischen den Hinterbeinen liegenden Drüse markieren.

Zusammengerollt in den Baumwipfeln verbringen sie den Tag mit Schlafen.
Freunde und Feinde
Größere Raubtiere können dem Binturong gefährlich werden.
Nachwuchs
Im Alter von zweieinhalb Jahren werden Binturongs geschlechtsreif. Ein Weibchen kann zweimal im Jahr Junge bekommen. Paarungszeit ist im März und April sowie im Oktober und November. Nach 88 bis 98 Tagen Tragzeit kommen meist zwei bis drei, manchmal aber auch sechs fast nackte Jungtiere zur Welt.
Zunächst werden sie gesäugt und bleiben im Pelz der Mutter versteckt, die sie mit Brummen und Knurren vor Feinden verteidigt. Nach sechs bis acht Wochen steigen sie auf feste Nahrung um.
Binturongs leben meist in Paaren und kümmern sich auch gemeinsam um die Jungen.
Sprache
Binturongs können fauchen und ähnlich wie eine Katze maunzen.
Autorin: Barbara Kiesewetter