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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Fauchschabe

Ernährung
Fauchschabe (Bild: SWR)
Ganz genau ist nicht bekannt, was wilde Madagaskar-Fauchschaben fressen. Vermutlich ernähren sie sich von frischen und verrotteten Pflanzenteilen; manchmal fressen sie aber auch Aas.

Im Terrarium werden sie mit Salat, Obst wie Äpfeln und Karotten sowie Blättern von Laubbäumen gefüttert.

Bekommen sie genug feuchtes Futter, brauchen die Tiere keine extra Tränke.
Haltung
Auch wenn Fauchschaben nicht besonders schön sind, werden sie doch von manchen Insekten-Liebhabern gehalten. Dazu reicht ein einfaches Plastikaquarium oder Terrarium oder ein anderer großer Glasbehälter. Dabei ist es wichtig, dass die Terrarien gut geschlossen und absolut dicht sind. Denn Schaben sind wahre Ausbruchskünstler - sie können sogar glatte Glasscheiben hochlaufen.

Rindenstücke (Bild: SWR)
Ein Terrarium für zwei Schaben sollte 30 x 20 x 20 Zentimeter groß sein. Am besten hält man aber mehrere Tiere in einem größeren Behälter, weil man dann ihr Verhalten besser beobachten kann.
Der Boden des Terrariums wird mit Laubstreu und Rindenstücken, Erde und Rindenmulch (so wird zerkleinerte und gesiebte Baumrinde genannt) sowie Zweigstückchen eingestreut.

Außerdem verteilt man größere Steine und Rindenstücke sowie Äste in dem Behälter, damit sich die Tiere wohl fühlen und Reviere abgrenzen können.
Fauchschabe auf Hand (Bild: SWR)
Will man eine Schabe in die Hand nehmen, greift man sie am besten mit Daumen und Zeigefinger an beiden Seiten der Brust und hebt sie auf. Dabei muss man vorsichtig ziehen, weil sich die Schaben mit den Füßen am Boden festheften.
Setzt man sie sich auf die Hand, bleiben sie meist ruhig sitzen oder krabbeln nur langsam umher. Fauchschaben beißen nicht und sind für den Menschen ungefährlich.
Oft werden Fauchschaben in Schulen gehalten, weil sich an ihnen gut das Verhalten von Insekten beobachten lässt.
Pflegeplan
Fauchschaben kommen aus den Tropen, deshalb mögen sie es warm und feucht. Der Boden muss daher regelmäßig eingesprüht werden, darf aber nicht nass sein.

Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60 % liegen, und die Temperatur zwischen 23°C und 28°C. Als Heizung eignen sich Heizstrahler oder Heizmatten.
Eine extra Beleuchtung ist nicht notwendig, das normale Tageslicht reicht völlig aus.

Alle vier bis fünf Monate muss die Einstreu gewechselt werden und natürlich muss man jeden Tag alte Futterreste entfernen.
Autorin: Barbara Kiesewetter