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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Felsen-Klapperschlange

Alltag
Felsen-Klapperschlang auf Nahrungssuche  (Bild: SWR)
Felsen-Klapperschlangen sind meistens am Tag aktiv. Sie liegen gerne in der Sonne. Werden sie gestört flüchten sie in Felsspalten oder unter Steine.

In der heißesten Jahreszeit kommen sie jedoch erst in der Dämmerung und am Abend aus ihren Verstecken und machen sie dann auf Nahrungssuche.

In der kühleren Jahreszeit halten die Schlangen vier bis fünf Monate lang Winterruhe. Sie verbringen diese Zeit in Verstecken unter Felsen.
Klapper einer Felsen-Klapperschlange  (Bild: SWR)
Die Klapper setzt sich aus trockenen, lose miteinander verbundenen Hornringen am Schwanzende zusammen.

Diese bestehen aus Hautresten vorausgegangener Häutungen. Nur bei der ersten Häutung wird die Endschuppe am Schwanz abgeworfen.

Bei den nächsten Häutungen bleibt die Endschuppe erhalten und wird hart. Sie löst sich zwar von der Haut ab, wird aber nicht abgeworfen, sondern bildet ein Glied der kettenartigen Klapper.

Da sich Klapperschlangen bis zu dreimal im Jahr häuten, können also maximal drei neue Glieder der Klapper entstehen. Oft gehen aber alte Teile der Klapper kaputt, sodass sie in der Natur meist nur aus sechs bis acht Gliedern besteht. Den Rekord soll eine im Terrarium gehaltene Klapperschlange halten, deren Klapper aus 29 Gliedern bestand.
Felsen-Klapperschlange mit Klapper  (Bild: SWR)
Indem sie die Klapper 40 bis 60mal pro Sekunde hin- und herschütteln, entsteht ein rasselndes oder schwirrendes Geräusch, das andere Tiere oder auch Menschen vor der Schlange warnen soll. Das Rasseln ist bis zu 30 Meter weit zu hören.

Wenn sie angreift, richtet die Felsen-Klapperschlange ihren Körper spiralförmig auf. Kopf und Hals sind dabei s-förmig gebogen. Dann schnellt sie bis zur Hälfte ihrer Körperlänge nach vorne und beißt zu.

Felsen-Klapperschlangen sind sehr giftig: Sie produzieren zwar nur kleine Giftmengen, diese sind aber hochwirksam.
Freunde und Feinde
Felsen-Klapperschlangen haben - außer dem Menschen - nur wenige Feinde. Sie werden höchstens einmal von einem Pferd oder Büffel zertreten.
Nachwuchs
Felsen-Klapperschlangen paaren sich hauptsächlich im Frühjahr und Herbst. Vor der Paarung, die mehrere Stunden dauern kann, kämpfen die Männchen, die sich um ein Weibchen streiten, manchmal miteinander. Zu ernsthaften Verletzungen kommt es aber nie. Bei diesen Scheinkämpfen umschlingen sich die Männchen mit hoch aufgerichtetem Vorderkörper und schaukeln hin und her.

Felsen-Klapperschlangen sind lebendgebärend. Das heißt, dass sich die Eier im Körper der Mutter entwickeln. Im Spätsommer bringt das Weibchen dann meistens drei bis zehn Junge zur Welt. Sie sind 15 bis 20 Zentimeter lang. Klapperschlangen werden im Alter von drei Jahren geschlechtsreif. In Gefangenschaft pflanzen sich Felsen-Klapperschlangen nur fort, wenn die Winterruhe eingehalten wurde.
Sprache
Felsen-Klapperschlangen sind wie alle Schlangen stumm und taub. Sie können aber Erschütterungen des Bodens wahrnehmen.
Autorin: Barbara Kiesewetter