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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Flughund

OLI hat sich über Flughunde schlau gemacht: Sie sind verwandt mit den Fledermäusen und gehören wie diese zu den Säugetieren.
Ein Flughund hängt an einem Palmzweig (Bild: picture alliance / dpa)

Megachiroptera

Flughunde sind verwandt mit den Fledermäusen. Ihren Namen haben sie daher, weil ihr Kopf ein wenig an den eines Hundes mit der typischen Schnauze erinnert.
Aussehen
Kalong-Flughund mit ausgebreiteten Armen kopfüber an einem Ast hängend (Bild: SWR)Flughunde sehen aus wie unsere Fledermäuse und gehören wie diese zu den Säugetieren. Vom Kopf bis zum Po messen sie - je nach Art - zwischen sechs und 40 Zentimeter.
Die Vorderbeine mit der Flughaut erreichen Spannweiten von 25 bis zu 150 Zentimetern und die Tiere wiegen zwischen 15 Gramm und einem Kilogramm.
Flughunde haben einen hundeartigen Kopf und große Augen, mit denen sie auch in der Dämmerung und in Höhlen gut sehen können. Außerdem können sie sehr gut riechen. Dagegen sind die Ohren relativ klein und sie können nicht so gut hören wie Fledermäuse. Der Schwanz ist kurz oder fehlt ganz.
Nil-Flughunde (Bild: SWR)Einer der bekanntesten Flughunde ist der Nil-Flughund. Er wird auch Ägyptischer Flughund genannt und gehört eher zu den kleineren Arten:
Er wird 15 Zentimeter lang, hat einen 1,5 Zentimeter langen Schwanz, seine Spannweite beträgt zwischen 40 und 60 Zentimeter. Damit ist er allerdings deutlich größer als unsere einheimischen Fledermäuse.

Der Nil-Flughund ist auf dem Rücken graubraun gefärbt, die Unterseite ist deutlich heller. Die Männchen sind größer als die Weibchen.
Heimat
Flughunde leben in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens. Dort, wo es feucht und warm ist.
Nur einer macht eine Ausnahme: Der Nil-Flughund verirrt sich ab und zu mal nach Europa. Er ist zwar vor allem von Afrika, über den Iran bis nach Pakistan zu finden, lebt aber auch auf der Mittelmeerinsel Zypern und in der südlichen Türkei.
Lebensraum
Kalong-Flughund (Bild: SWR)Flughunde der tropischen Regionen bewohnen die Regenwälder. Sie leben in Bäumen und Büschen, wo sie sich vom Pollen und Nektar der Blüten ernähren.
Andere, zu denen auch der Nil-Flughund gehört, leben wie unsere Fledermäuse oft in Höhlen oder Ruinen, in Ägypten zum Beispiel auch in alten Tempeln und Gräbern.
In warmen Gegenden kommen sie in Höhen von bis zu 1600 Metern vor.
Rassen und Arten
Ein Kalong-Flughund, der an einem Ast hängt (Bild: SWR)Weltweit gibt es etwa 400 verschiedene Arten von Flughunden. Neben dem Nil-Flughund sind das z.B. der Indische Riesenflughund, der Langnasen-Flughund, der Rote Flughund, der Riesenflughund oder der Langzungenflughund.
Von manchen Arten wie dem Nil-Flughund gibt es auch mehrere Unterarten.
Lebenserwartung
Nicht von allen Flughunden ist bekannt, wie alt sie werden können. Von Nil-Flughunden, die in menschlicher Obhut lebten, weiß man jedoch, dass sie bis zu 22 Jahre alt werden können.
Autorin: Barbara Kiesewetter