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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Gecko

Alltag
Typische Pupille für nachtaktiven Gecko (Bild: SWR)Geckos sind scheue Tiere und bewegen sich sehr schnell, deshalb bekommt man sie meist nur für einen Augenblick zu sehen.
Man unterteilt sie in Taggeckos und Nachtgeckos.
Die erste Gruppe ist am Tag aktiv, die zweite Gruppe in der Dämmung und Nachts. Drei Viertel der Gecko-Arten gehören zu der nachtaktiven Gruppe.

Tagaktiver Gecko (Bild: SWR)Unterscheiden kann man diese beiden Gruppen ganz einfach an den Augen: Tagaktive Geckos haben eine runde Pupille, bei nachtaktiven ist die Pupille schmal und schlitzförmig.
Einige Arten haben bewegliche Augenlider, bei anderen fehlen die Lider und die Augen werden von einer durchsichtigen Haut geschützt.
Geckos können ausgezeichnet sehen: Allerdings entdecken sie ihre Beute nur, solange diese sich bewegt. Dann erbeuten sie diese mit einem blitzschnellen Sprung.
Kaum zu sehen: Wo ist der Gecko? (Bild: SWR)Weil die Körpertemperatur der Geckos - wie bei allen Reptilien - von der Temperatur der Umgebung abhängt, sonnen sich Geckos gerne.
Auch die nachtaktiven Geckos tun dies, man sieht oft früh am Morgen auf von der Sonne beschienen Steinen sitzen, wo sie sich aufwärmen.
Geckos können auch an glatten Wänden oder sogar an Glasscheiben ohne Mühe empor klettern oder kopfüber an der Zimmerdecke laufen.
Haftlamellen (Bild: SWR)Der Grund dafür sind ihre speziell ausgebildeten Füße. Viele Geckos haben sehr breite Zehen mit sogenannten Haftlamellen. Betrachtet man sie unter dem Mikroskop sieht man, dass diese hauchdünnen Lamellen mit winzigen Hafthärchen besetzt sind.
Beim Gehen werden diese Hafthärchen auf die Unterlage gepresst und haken sich - wie ein Klettverschluss - in der Unterlage fest.
Denn auch scheinbar glatte Wände oder sogar Glasscheiben haben winzigste Unebenheiten, die man nur unter starker Vergrößerung erkennt.
Gecko mit Krallen (Bild: SWR)Es gibt aber auch Geckos, die keine Haftlamellen, sondern Krallen an den Zehen haben.
Der Leopardgecko kann mit seinen Krallen gut an Felsen empor klettern.
Und der Palmatogecko hat Häute zwischen den Zehen. Mit diesen Schwimmfüßen kann er über Sand laufen und sich blitzschnell im Sand der Wüste eingraben.
Freunde und Feinde
Geckos können vor allem Vögeln und Raubtieren zum Opfer fallen.
Nachwuchs
Der Gecko legt seine Eier in die Sonne (Bild: SWR)
Wie alle Reptilien legen Geckos Eier, die sie an Land von der Sonne ausbrüten lassen.
Die Entwicklung der Eier dauert, je nach Art, zwei bis sechs Monate.
Schließlich schlüpfen aus den Eiern die winzigen Jungtiere.
Sprache
Anders als die übrigen Reptilien fallen Geckos durch ihre Stimme auf. Sie geben die unterschiedlichsten Töne von sich. Das Repertoire reicht von einem leisen, vielfältigen Zirpen bis zu lautem Bellen. Auch quakende Rufe kann man hören.
Autorin: Barbara Kiesewetter