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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Gemeiner Seestern

Alltag
Fußchen mit Saugnäpfen  (Bild: SWR)
Mit ihren Füßchen und Saugnäpfen können sich Seesterne sehr geschickt bewegen:
Durch den Druck des Wassergefäß-Systems werden diese Füßchen fest und heben den Körper vom Untergrund hoch. So kann der Seestern auf seinen Füßchen richtig schreiten, indem er sie abwechselnd nach vorne streckt und wieder zusammenzieht.
Auf diese Weise ziehen Seesterne auf Suche nach Nahrung über den Meeresgrund. Mit Hilfe der Saugnäpfe können sich die Gemeinen Seesterne am Untergrund außerdem gut festhalten.

Gemeiner Seestern  (Bild: SWR)
Der Gemeine Seestern besitzt wie alle Seesterne keine Lunge oder Kiemen, sondern nimmt den Sauerstoff über winzige Ausstülpungen des Wassergefäß-Systems direkt aus dem Wasser auf.
Seesterne haben ein unglaublichen Regenerationsvermögen: Verlieren sie einen Arm oder werden sie in der Mitte durchgeschnitten, kann der verlorene Teil des Körpers wieder ersetzt werden.
Und aus einem abgetrennten Arm kann sich sogar wieder ein ganzer Seestern entwickeln.
Freunde und Feinde
Erwachsene Seesterne haben nur wenige Feinde. Nur ganz selten werden Gemeine Seestern von ihren Artgenossen, den Sonnensternen, erbeutet. Junge Gemeine Seesterne leben dagegen gefährlich: Krebse und Tauchenten machen Jagd auf sie.
Nachwuchs
Die Fortpflanzung funktioniert beim Gemeinen Seestern sehr einfach: Die Männchen geben im Sommer - meist im Juli - ihren Samen ins Wasser, der mit bestimmten Signalstoffen vermischt ist. Diese regen die Weibchen dazu an, ihre Eier ebenfalls ins Wasser abzugeben.

Aus den befruchteten Eiern entwickeln sich die so genannten Schwimmlarven, aus denen die jungen Seesterne entstehen. Im Sommer kann man dann zahlreiche junge Seesterne auf Seegras-Blättern beobachten.
Autorin: Barbara Kiesewetter