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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Giraffe

Gemeinsam mit Tierpflegerin Ulrike trägt OLI Wissenswertes über Giraffen ins Grüne Buch ein.
Kopf einer jungen Giraffe vor dem Fell einer erwachsenen (Bild: SWR)

Giraffa camelopardalis

Giraffen gehören zu den auffälligsten Tieren: Mit ihrem extrem langen Hals sind sie unverwechselbar.
Aussehen
Giraffen werden bis zu 5,5 Meter hoch.  (Bild: SWR)
Giraffen haben ein recht ungewöhnliches Aussehen: Sie besitzen vier sehr lange Beine und haben von allen Säugetieren den längsten Hals: Er besteht, wie bei den meisten Säugetieren, auch nur aus sieben Halswirbeln. Diese sind aber jeweils gut 40 Zentimeter lang und werden von sehr starken Halsmuskeln gestützt.

Giraffen hatten aber nicht immer einen so langen Hals. Die Vorfahren der Giraffe, die vor etwa 65 Millionen Jahren in Europa, Afrika und Asien lebten, hatten noch kurze Hälse.

Erst im Lauf der Entwicklung wurde der Giraffen-Hals immer länger: Dadurch hatten die Tiere einen Vorteil, weil sie das Nahrungsangebot hoch oben in den Bäumen nutzen konnten.

Insgesamt erreichen Giraffen damit eine Körperhöhe von etwa 5,5 Metern - manchmal sogar noch mehr. Damit sind sie die höchsten Tiere. Ihr Körper wird bis zu vier Meter lang und sie wiegen rund 700 Kilogramm.
Die Weibchen sind im Durchschnitt kleiner als die Männchen. Die Vorderbeine der Giraffen sind länger als die Hinterbeine, so dass der Rücken stark abfällt.
Geweih einer Giraffe  (Bild: SWR)
Giraffen besitzen ein kleines Geweih, das aus zwei bis fünf Zapfen besteht. Das Geweih eines Giraffenbullen wird bis zu 25 Zentimeter lang, das eines Weibchen ist sehr viel kürzer.

Das Geweih der Giraffen wird von einer speziellen Haut, dem so genannten Bast, geschützt.

Das Fell der Giraffen ist braun bis beige und unterschiedlich gemustert: Je nach Unterart haben Giraffen Flecken oder netzartige Zeichnungen.
Heimat
Giraffen leben ausschließlich in Afrika. Sie sind in Regionen südlich der Sahara bis nach Südafrika zu finden.
Lebensraum
Giraffen leben am liebsten in Savannen, in denen reichlich Büsche und Bäume wachsen.
Rassen und Arten
Okapis  (Bild: SWR)
Zusammen mit dem Okapi bilden die Giraffen die Familie der Giraffen. Okapis besitzen allerdings nur einen kurzen Hals.
Bei den Giraffen kennt man acht Unterarten, die in verschiedenen Gebieten Afrikas zu Hause sind: Die Nubische Giraffe, die Kordofangiraffe, die Tschadgiraffe, die Netzgiraffe, die Ugandagiraffe, die Massaigiraffe, die Angolagiraffe und die Kapgiraffe.

Diese Unterarten unterscheiden sich nur in der Färbung und Musterung ihres Fells und in der Größe und Form ihres Geweihs.
Zur weiteren Verwandtschaft der Giraffen zählen Hirsche. Das erkennt man daran, dass Giraffen kleine hörnerähnliche Geweihe besitzen.
Lebenserwartung
Giraffen werden etwa 20 Jahre alt, manchmal auch 25 Jahre oder etwas mehr. In Gefangenschaft können sie sogar ein Alter von 30 Jahren erreichen.

Autorin: Barbara Kiesewetter