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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Gottesanbeterin

Ernährung
Eine Gottesanbeterin schnappt nach ihrer Beute (Bild: SWR)Die Gottesanbeterin ist ein Räuber. Fliegen, Heuschrecken, Wespen, Bienen und andere kleine Insekten stehen ganz oft auf ihrem Speisezettel.
Ab und zu fängt sie auch eine Spinne.

Sie jagt Tiere, die kleiner sind als sie, aber auch gleich große. Manchmal frisst sie sogar Artgenossen.
Wenn du eine Gottesanbeterin hältst, fütterst du sie mit Fliegen, Heimchen, Motten oder Heuschrecken. Das Futter kannst du dir im Sommer draußen selbst fangen. Im Winter musst du in der Zoohandlung Fliegenmaden kaufen. Wenn die Fliegen geschlüpft sind, kannst du sie verfüttern.
Haltung
Gottesanbeterinnen sind geschützt, deshalb darfst du sie nicht in der Natur fangen. Auf Insekten- und Terrarienbörsen oder beim Zoohändler werden manchmal gezüchtete Tiere angeboten.
Gottesanbeterin (Bild: SWR)Es gibt viele verschiedene Arten von Gottesanbeterinnen. Sie brauchen alle ein eigenes Terrarium oder Gefäß, weil sich die Fangschrecken gegenseitig als Futter betrachten und fressen. Zur Haltung kannst du ein kleines Terrarium oder ein großes Glas nehmen. Einmachgläser mit einem Inhalt von 1,5 bis 2 Liter eignen sich ganz gut.
Damit die Fangschrecke sich wohl fühlt, legst du am besten Zweige, Pflanzen oder Holzwolle in das Gefäß. Darauf kann die Gottesanbeterin herumkrabbeln.
Wenn du willst, dass sich deine Fangschrecken paaren, musst du sie zusammen bringen. Du kannst sie auf eine große Zimmerpflanze setzen oder auch an den Vorhang.
Pflegeplan
Gottesanbeterinnen müssen einmal am Tag mit Wasser besprüht werden. Das geht am besten mit einem Zerstäuber. Diese Behandlung ist nötig, damit die Tiere sich leichter häuten können.
Wenn sie zu wenig Feuchtigkeit haben, kann es zu fehlerhaften Häutungen kommen. Danach können die Fangbeine so verformt sein, dass die Fangschrecke damit keine Beute fangen kann. Andere Fehlhäutungen führen zu verkrümmten Vorderleiben oder dazu, dass die Gottesanbeterin gar nicht ganz aus der alten Haut herauskommt.
Autorin: Barbara Kiesewetter