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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Huhn

Alltag
Ein Seidehuhn und ein Seidenhahn (Bild: SWR)Wie jeder durch das morgendliche Krähen der Hähne weiß, sind Hühner richtige Frühaufsteher, aber dafür gehen sie am Abend auch früh schlafen.

Hühner sind gesellige Tiere. Sie leben in Gruppen und haben eine feste Rang- und Hackordnung.
Hennen und Hähne von hohem Rang dürfen immer zuerst an den Futternapf und können sich aussuchen, auf welcher Sitzstange sie schlafen wollen.
Bergische Kräher im Gehege (Bild: SWR)Bei diesen Rangkämpfen geht es ziemlich heftig zu: Die Tiere hacken sich gegenseitig mit ihren Schnäbeln. Sobald ein Tier unterliegt, erkennt es den Stärkeren an und hört auf zu kämpfen.

Das Huhn, das in der Rangordnung ganz unten steht, hat kein leichtes Leben: Die anderen hacken auf ihm herum, und es darf erst als letztes zum Futtertrog.

Wenn Hühner in kleinen Gruppen leben und sich eine Rangordnung gebildet hat, herrscht meistens Ruhe, und der Hahn verteidigt mit lautem Krähen und Flügelschlagen seine Hennen vor Feinden.
Hühner lieben Staubbäder (Bild: SWR)
Hühner lieben es, ein Sand- oder Staubbad im Boden zu nehmen. Dazu plustern sie ihr Gefieder auf und kuscheln sich in eine Mulde im Boden. Dieses Staubbad hilft ihnen, ihre Federn von lästigen Milben zu befreien.

Nachts gehen sie in ihren Stall und schlafen dort oben auf den Sitzstangen.
Hühnereier im Nest (Bild: SWR)
Ihre Eier legen Hühner am liebsten in ein Nest aus Stroh.
Dass unsere heutigen Rassen fast jeden Tag ein Ei legen können, liegt daran, dass ihnen die Eier täglich weggenommen wurden: So wurde die Fruchtbarkeit erhöht und die Hennen produzieren ständig Eier.
Ein wildes Huhn schafft gerade mal 36 Eier pro Jahr, Hennen aus Legebatterien dagegen bis zu 270 Eier im Jahr.
Freunde und Feinde
Füchse und Greifvögel können Hühnern und vor allem Küken gefährlich werden.
Nachwuchs
So sieht das Küken im Ei aus (Bild: SWR)
Hühner legen Eier. Die Entwicklung von der Eizelle zur Dotterkugel und zum fertigen Ei mit Eiweiß (auch Eiklar genannt) und Schale dauert etwa 24 Stunden.

Wenn sich die Henne mit dem Hahn paart und ihre Eier behalten darf, wächst im Ei ein Küken heran.
Ein Küken schlüpft aus einem Ei (Bild: SWR)
Dotter und Eiklar enthalten alle wichtigen Nährstoffe, die das Küken für seine Entwicklung braucht.
Zwischen Eiklar und der luftdurchlässigen Schale liegen die innere und die äußere Schalenhaut, zwischen denen sich eine Luftkammer bildet. Auf diese Weise bekommt das Küken genug Sauerstoff.
Geschafft! Die ersten Küken sind geschlüpft (Bild: SWR)
Beim Brüten dreht die Henne die Eier immer wieder und sorgt so dafür, dass die Temperatur ständig bei 25 °C liegt.

Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Küken, indem sie mit dem so genannten Eizahn auf dem Schnabel die Schale von innen durchstoßen.
Ein frisch geschlüpftes Küken in einer Brutmaschine (Bild: SWR)Sie sehen aus wie kleine gelbe Federbällchen und sind richtige Nestflüchter:
Sobald ihre Federn getrocknete sind, können sie der Mutter hinterherlaufen.

Mutter und Küken erkennen sich am Aussehen und an der Stimme.
Sprache
Ki-keri-kiiiii (Bild: SWR)
Jeder weiß, wie ein Huhn gackert. Und das tut es auf viele verschiedene Arten.
Außerdem geben Hühner noch glucksende Laute von sich.

Die Hähne sind für ihr lautes Krähen bekannt.
Autorin: Barbara Kiesewetter