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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Igel

Ernährung
Die Schnauze eines Igels (Bild: SWR)Meistens fressen Igel allerlei Krabbeltiere, wie es sich für Insektenfresser gehört.
Auf dem Speiseplan stehen deshalb hauptsächlich Asseln, Tausendfüßler, Spinnen, Käfer, Ohrwürmer und Larven von Nachtfaltern. Allerdings machen sie sich auch über Regenwürmer, Schnecken, Frösche, Kröten und sogar über Kreuzottern her. Igel lieben auch Mäuse und Vögel als Leckerbissen, diese sind aber meist flinker als die Stacheltiere.

Igel vertragen einige tierische Gifte in hohen Dosen. So fressen sie selbst die giftigen Ölkäfer, denn sie können 25mal mehr von dessen Gift vertragen als Menschen.
Ein Weißbauchigel klettert über seine Futternäpfe (Bild: SWR)Das Gift der Kreuzotter könnte aber auch einen Igel töten. Doch der Kreuzotter gelingt es wegen der Stacheln selten, den Igel zu beißen, wenn sie miteinander kämpfen.
Der Speiseplan des Afrikanischen Weißbauchigels ist so abwechslungsreich wie der unserer Igel:
Sie fressen Schnecken, Insekten, kleine Amphibien und Reptilien sowie junge Vögel und Mäuse. Sie mögen aber auch Pflanzen, Beeren und Früchte.
Haltung
Ein Igel auf einer Wiese (Bild: SWR)Igel können sehr zutraulich werden. Wenn du einen Igel im Garten hast, kannst du versuchen, ihn vorsichtig an dich zu gewöhnen.
Stelle ein Schälchen mit speziellem Igelfutter hin, das der Igel gut erreichen kann. Wenn er das Futter frisst, und du das Schälchen immer wieder auffüllst, wird er zurück kommen. Dann kannst du ihn gut beobachten.
Übrigens: Milch, Katzenfutter und Essensreste solltest du dem Igel auf keinen Fall geben. Davon bekommen Igel Durchfall.
Dennoch musst du vorsichtig sein: Selbst wenn ein Igel noch so lieb und zutraulich ist, hat er scharfe Zähne. Wenn du seiner Schnauze mit der Hand zu nahe kommst, kann es leicht passieren, dass er zubeißt.
Autorin: Barbara Kiesewetter