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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Kleiner Goliathkäfer

Alltag
Horn eines Kleinen Goliathkäfers  (Bild: SWR)
Kleine Goliathkäfer werden gerne in Terrarien gehalten, weil sie sehr große, ungewöhnliche Käfer sind.

Das Horn der Männchen mit seinen zwei Spitzen trägt an den Enden mehrere kleine schwarze Zähne. Es kann insgesamt eine Länge von 14 bis 16 Millimetern erreichen.

Die Käfer sind tagaktiv und sehr lebendig: Vom Morgen bis zum Abend kann man beobachten, wie sie herumlaufen und nach Nahrung suchen. Diese besteht überwiegend aus Pflanzen, die die Käfer mit ihren zangenartigen Mundwerkzeugen zerkauen.

Mit ihren Beinen können sie sich gut an Ästen und sogar an der Blattunterseiten festhalten: Dazu haben sie kleine Häkchen an den Fußenden, mit denen sie sich festklammern.
Freunde und Feinde
Vögel und Reptilien können den Käfern gefährlich werden. Besonders die Larven sind ein willkommener Leckerbissen. Zwar vergraben sie sich in der Erde. Doch wenn sie entdeckt werden, sind sie nicht schnell genug, um zu entkommen.
Nachwuchs
Wie bei allen Insekten und damit auch bei Käfern schlüpfen die Larven aus Eiern. Nach der Paarung legen die Weibchen der Kleinen Goliathkäfer die Eier in die Erde ab. Man kennt drei Larvenstadien, die eine Entwicklungszeit von insgesamt sechs bis neun Monaten haben.
Larve eines Kleinen Goliathkäfers  (Bild: SWR)
Die einzelnen Stadien sind an der unterschiedlichen Breite ihres Kopfes zu erkennen. Das erste Larvenstadium hat einen 1,5 Millimeter breiten Kopf.

Das zweite einen Kopf von etwa drei Millimeter Breite. Und das dritte Larvenstadium schließlich besitzt einen sechs Millimeter breiten Kopf.

Die Larven werden auch Engerlinge genannt. Sie werden bis zu sechs Zentimeter lang und wiegen etwa sieben Gramm. Ihr Körper besteht aus vielen gleichartigen Körperabschnitten. Typisch für die Larven der Kleinen Goliathkäfer ist eine harte Platte auf der Oberseite des letzten Hinterleib-Abschnitts.

Die Larven der Kleinen Goliathkäfer sind so gefräßig, dass sie sich manchmal sogar gegenseitig fressen.
Kokon eines Kleinen Goliathkäfers  (Bild: SWR)
Am Schluss ihrer Entwicklungszeit verpuppen sich die Larven. Dazu bauen sie ihre Kokons aus hauchdünnen Fäden und kleben sie an Äste oder Steine oder an die Wand des Terrariums.

In diesem Kokon ruhen die Puppen fünf Wochen lang und verwandeln sich. Schließlich schlüpfen die fertigen Käfer.

Züchtet man Kleine Goliathkäfer selber, kann man die Entwicklung von der Larve über die Puppe bis zum Käfer gut beobachten.
Autorin: Barbara Kiesewetter