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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Königsnatter

Alltag
Königsnatter (Bild: SWR)
Königsnattern sind je nach Jahreszeit am Tag oder in der Dämmerung aktiv. Vor allem im Frühjahr und Herbst sind sie am Tag unterwegs.
Im Sommer machen sie sich dagegen erst in der Dämmerung oder sogar erst nachts auf Beutefang - sonst ist es ihnen zu heiß.
Eine Königsnatter hat sich im Terrarium aufgerichtet (Bild: SWR)
Königsnattern sind Würgeschlangen.
Sie schlingen sich um ihre Beute und erdrücken sie dann. Giftig sind sie nicht.
Im Terrarium können die Tiere sogar richtig zahm werden.
Nur wenn sie nervös sind oder sich bedroht fühlen, bewegen sie den Kopf hin und her - und dann können sie auch mal zubeißen.
Eine Königsnatter kriecht über den Boden (Bild: SWR)
Einige Königsschlangen-Arten, vor allem die Dreiecksnatter, werden in den USA als "Milchschlangen" bezeichnet.
Dort leben sie nämlich manchmal in Ställen und deswegen dachten die Menschen früher, dass sie aus dem Euter der Kühe Milch saugen. In Wirklichkeit halten sich die Schlangen aber nur zur Mäusejagd in den Ställen auf.
Abgelegte Haut einer Königsnatter (Bild: SWR)
Wenn sich die Tiere häuten, ist die Hülle meist noch sehr gut erhalten.

Manche Königsnatter-Arten halten in der kühleren Jahreszeit eine Winterruhe.
Im Terrarium wird in dieser Zeit die Temperatur gesenkt und das Becken nicht so viele Stunden beleuchtet.
Freunde und Feinde
Raubtiere und Vögel - wie zum Beispiel Greifvögel - können Königsschlangen gefährlich werden. Die jungen Schlangen sind kurz nach dem Schlüpfen natürlich besonders gefährdet.
Nachwuchs
Königsnattern legen wie fast alle Schlangen Eier. Meist findet die Paarung nach der Winterruhe im Frühjahr statt.

Die Weibchen legen etwa 30 Tage nach der Paarung ein Gelege mit vier bis zehn Eiern ab und brüten sie im warmen Boden aus.

Nach 60 bis 70 Tagen schlüpfen die Babys. Sie sind 14 bis 19 Zentimeter groß und sofort selbstständig. Mit etwa zwei bis drei Jahren werden sie geschlechtsreif.
Sprache
Schwanz einer Königsnatter (Bild: SWR)
Königsnattern ahmen die Geräusche der Klapperschlangen nach:
Da sie keine Klapper am Schwanzende besitzen, schlagen sie ihren Schwanz in raschen Bewegungen an einen Gegenstand, um ein Geräusch zu erzeugen.
Dies dient - neben der Färbung - ebenfalls dazu, eventuelle Feinde zu täuschen und abzuschrecken, weil diese glauben, dass sie eine gefährliche Giftschlange vor sich haben.
Autorin: Barbara Kiesewetter