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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Kornnatter

Ernährung
Kornnatter (Bild: SWR)In Gefangenschaft füttert man Kornnattern meist mit Mäusen und jungen Ratten.
Wenn sie tote Tiere nicht als Nahrung annehmen, gibt man ihnen, sobald es Dunkel ist, lebende Mäuse.
In Terrarien geschlüpfte Jungtiere nehmen oft keine Mäuse an, weil sie sich in der Natur zunächst nur von Fröschen ernähren.
Jemand hält eine Kornnatter in seinen Händen (Bild: SWR)Mit einigen Tricks kann man sie aber doch an junge Mäuse gewöhnen.
Aus diesem Grund sollten junge Kornnattern nur von Menschen gehalten werden, die bereits viel Erfahrung mit der Haltung von Schlangen haben.
Haltung
Erwachsene Kornnattern sind die Schlangen, die sich am einfachsten im Terrarium halten lassen. Ganz junge Kornnattern brauchen ein Becken von nur 30 mal 20 Zentimeter Größe, erwachsene dagegen benötigen ein Terrarium von 100 Zentimeter Länge, 50 Zentimeter Tiefe und 50 bis 80 Zentimeter Höhe.

Tagsüber mögen es Kornnattern ziemlich warm: im Terrarium muss eine Temperatur von 24 bis 27° Celsius herrschen, nachts von etwa 19 bis 22° Celsius. Am besten heizt man das Becken mit im Boden versteckten Heizmatten sowie mit den zur Beleuchtung nötigen Glühbirnen auf.
Eine Kornnatter streckt ihre Zunge raus  (Bild: SWR)Das Terrarium sollte mit einigen Ästen ausgestattet sein, weil Kornnattern gerne klettern. Außerdem brauchen sie ein kleines Wasserbecken zum Trinken.
Wichtig sind auch Rindenstücke oder umgedrehte Gefäße als Verstecke. Fehlen solche Schlupfwinkel, in die sich die Tiere ab und zu zurückziehen können, leiden sie unter Stress.

Achtung: Kornnattern sind wahre Ausbruchs-Künstler! Aus diesem Grund muss der Deckel des Terrariums immer mit einem Schloss gesichert sein, da die Tiere sogar Glasscheiben anheben und so entkommen können.
Pflegeplan
Wenn ihr eine Kornnatter neu bekommt, solltet ihr sie erst einmal zwei bis drei Tage in Ruhe lassen, bis sie sich an die neue Umgebung gewöhnt hat. Erst dann bekommt sie zum ersten Mal etwas zu fressen. Meist müssen Kornnattern alle sieben bis zehn Tage gefüttert werden. Als Faustregel gilt: wenn die Schlange vier Tage nach der letzten Mahlzeit wieder aus ihrem Versteck kommt, sollte noch vier Tage gewartet werden, bis man sie wieder füttert. Bekommt sie sofort etwas zu Fressen, wird sie dick und träge.

Zwei- bis dreimal in der Woche sollte das Terrarium mit lauwarmem Wasser besprüht werden, vor der Häutung etwas öfter. Allerdings sollten die Schlangen nie direkt angesprüht werden. Es muss darauf geachtet werden, dass der Boden nicht ständig feucht ist, da die Tiere sonst krank werden.
Autorin: Barbara Kiesewetter