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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Kragenechse

Alltag
Kragenechse auf einem Ast  (Bild: SWR)
Kragenechsen sind tagsüber aktiv. Die meiste Zeit sitzen sie still auf einem Ast oder an einem Baumstamm, um sich zu sonnen und auf Nahrung zu lauern. Dank ihrer gelb-braun-schwarzen Färbung sind sie dann kaum zu entdecken und sehen aus wie ein alter Ast.
Rennende Kragenechse  (Bild: SWR)
Bewegen sie sich auf dem Boden fort, rennen sie meist nur auf den Hinterbeinen - das sieht ziemlich seltsam und ungewöhnlich aus.
Das auffälligste an einer Kragenechse aber ist ihr Hautkragen: Bei Gefahr oder während der Paarungszeit klappen die Echsen den Kragen, der normalerweise eng am Körper anliegt, blitzschnell auf. Er steht dann rund um den Kopf.
Kragenechse mit aufgestelltem Kragen  (Bild: SWR)
Die Haut des Kragens ist mit Schuppen bedeckt und prachtvoll schwarz, weiß, braun, hellrot und gelb gefleckt. Ist der Kragen aufgeklappt, sehen die Kragenechsen riesig aus. Gleichzeitig reißen sie ihr Maul weit auf und eventuelle Angreifer schauen in den gelben Schlund mit den bedrohlichen Zähnen.

Außerdem schlagen die Kragenechsen noch mit dem Schwanz, geben zischende Laute von sich, richten sich auf den Hinterbeinen auf und wiegen den Körper hin und her.
Kragenechse  (Bild: SWR)
Der Kragen dient aber nicht nur dazu, Feinde abzuschrecken oder andere Kragenechsen während der Paarungszeit zu beeindrucken: Über die große Hautfläche kann die Echse die Körpertemperatur regeln. Wird es dem Tier zu heiß, stellt es den Kragen auf und gibt so über die große Hautoberfläche Wärme ab.

Kragenechsen sind Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit treffen Männchen und Weibchen für kurze Zeit aufeinander.
Freunde und Feinde
Feinde der Kragenechsen sind Riesenschlangen, Greifvögel und Dingos. Oft lassen sie sich aber abschrecken, wenn die Echsen ihren Kragen aufstellen und ihre Räuber plötzlich meinen, einem sehr viel größeren Gegner gegenüber zu stehen. Zum Opfer fallen ihnen deshalb meist nur junge, frisch geschlüpfte Kragenechsen.
Nachwuchs
Kragenechsen werden mit ein bis eineinhalb Jahren geschlechtsreif. Paarungszeit ist bei den Kragenechsen zwischen Dezember und April.

Vor der Paarung findet ein kompliziertes Ritual statt: Das Männchen beeindruckt das Weibchen mit heftigem Kopfnicken. Ist dieses bereit zur Paarung, reagiert es mit kreisenden Bewegungen der Vorderbeine. Bei der Paarung hält das Männchen das Weibchen fest, indem es sich in seinem Nacken fest beißt.

Meist legen die Weibchen vier bis sechs Wochen nach der Paarung zwei Gelege mit acht bis 14, manchmal auch bis zu 20 Eiern ab. Die Eier werden im warmen, feuchten Boden in einer Mulde vergraben. Nach 70 bis 80 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind sofort selbstständig.
Sprache
Wenn sie sich bedroht fühlen, geben Kragenechsen zischende Laute von sich.
Autorin: Barbara Kiesewetter