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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Leguan

Alltag
Leguan (Bild: SWR)Wie der Alltag eines Leguans aussieht, hängt davon ab, zu welcher Gattung er gehört und wo er lebt.

Eines haben aber alle Leguan-Arten miteinander gemeinsam: Sie können ihre Körpertemperatur nicht selbst aufrecht erhalten.
Und weil ihre Verdauung und andere Vorgänge im Körper nur bei der richtigen Temperatur problemlos ablaufen, müssen sich die Leguane den ganzen Tag über um eine ideale Körpertemperatur bemühen.
Zwei Leguane sitzen auf dicken Ästen (Bild: SWR)Schon morgens, gleich nach dem Aufwachen, geht der Leguan in die Sonne, um Wärme zu tanken.
Aber zu viel Sonne tut ihm auch nicht gut.
Wenn es ihm zu heiß wird, beginnt er zu hecheln und geht wieder in den Schatten.
Da der Leguan ein ziemlich faules Tier ist, lässt er sich dabei viel Zeit.
Freunde und Feinde
Zwei Leguane (Bild: SWR)Die Hauptfeinde der meisten Leguane sind Schlangen. Meistens leben die Reptilien jedoch weitgehend ungefährdet, weil sie häufig die größten Landwirbeltiere in ihrem Lebensraum sind.
Da das Fleisch der Leguane essbar ist, werden sie in manchen Gegenden auch von Menschen gejagt. Größere Leguane können sich übrigens ziemlich gut wehren: Ein gezielter Schlag mit ihrem Schwanz kann sogar das Bein eines Hundes brechen.
Nachwuchs
Die meisten Leguan-Arten legen Eier, aus denen die jungen Tiere schlüpfen. Die Balzrituale unterscheiden sich bei den verschiedenen Arten. Ansonsten ist über die Fortpflanzung der meisten Leguane nur wenig bekannt.
Sprache
Leguane können als einzigen richtigen Laut ein Fauchen von sich geben; damit schüchtern sie andere Tiere ein.
Dafür gibt es ein paar Körpersignale, mit deren Hilfe sie sich untereinander verständigen.
So nicken sie beispielsweise manchmal mit dem Kopf. Das kann entweder ein Balzritual sein, oder einen eindringenden Leguan dazu auffordern, schleunigst das fremde Revier zu verlassen.
Außerdem verfügen Leguane über Drohgebärden, mit denen sie ihre Artgenossen einschüchtern. Die Männchen besitzen dazu so genannte Imponierorgane, die sie aufblasen können, um stärker und größer auszusehen.
Autorin: Barbara Kiesewetter