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Leopard

Leopard (Bild: SWR)

Panthera pardus

Der Leopard ist ein richtiges Kraftpaket: Er kann sehr gut klettern und springen und schwere Beute hoch oben auf Bäumen verstecken. Jedes Tier hat ein einzigartiges Muster, das es unverkennbar macht.
Aussehen
Größe und Gewicht können sehr unterschiedlich sein, weil es verschiedene Leoparden-Unterarten gibt. Die Tiere werden 60 bis 70 Zentimeter hoch und haben vor allem am Nacken, an den Schultern und den Beinen sehr starke Muskeln. Ihre Beine sind relativ kurz und kräftig.
ein Leopard läuft (Bild: dpa Picture-Alliance)Leoparden werden im Durchschnitt 90 bis 190 Zentimeter lang, dazu kommt der 60 bis 110 Zentimeter lange Schwanz. Ein Männchen bringt 40 bis 90 Kilogramm auf die Waage. Die Weibchen sind deutlich kleiner und leichter. Sie wiegen zwischen 30 und 60 Kilogramm.
Die Grundfarbe des Fells ist gelblich bis rotbraun. Charakteristisch ist das Fleckenmuster aus Rosetten am Rücken und auf den Flanken. Jedes Tier hat ein einzigartiges Muster, das es unverkennbar macht. Die Rosetten bestehen aus einem schwarzen Fleck mit einer hellen Mitte. Am Kopf, Hals und Nacken, sowie an den Beinen sind die Flecken komplett schwarz. Körperunterseite und Bauch sind weiß oder cremefarben bis grau.
ein Schwarzer Panther  (Bild: dpa Picture-Alliance)Ab und zu gibt es auch schwarze Leoparden. Diese Tiere nennt man Schwarze Panther. Die schwarze Fellfarbe wird durch ein einziges Gen vererbt. In einem Wurf können sowohl helle als auch schwarze Tiere vorkommen.  
Kopf und Ohren des Leoparden sind rund. Die großen Eckzähne und die dolchartigen Krallen an den Pfoten machen ihn zu einem ausgezeichneten Jäger.

Leoparden haben ein hervorragendes räumliches Sehvermögen. Im Dunkeln sehen sie um ein Vielfaches besser als wir, da sich ihre Pupillen sehr weit öffnen können und so mehr Licht ins Auge eindringen kann. Wie alle Raubkatzen besitzen sie zudem eine reflektierende Schicht (Tapetum lucidum) hinter der Netzhaut im Auge, die für gute Sicht bei Nacht sorgt. Außerdem helfen ihre extrem langen Tasthaare bei der Orientierung.
Leoparden können auch sehr gut riechen und hören, vor allem auch sehr hohe Töne, die wir Menschen nicht mehr wahrnehmen.
Manchmal wird der Leopard mit dem mittel- und südamerikanischen Jaguar verwechselt: Dieser ist jedoch deutlich größer, hat ein sehr viel größeres Rosettenmuster und einen kürzeren Schwanz.
Heimat
Der Leopard kommt in Afrika und Asien vor – von Südafrika über die arabische Halbinsel bis nach Indien, Südostasien und über Afghanistan bis in die Amur-Region in China und Russland.
Lebensraum
Leoparden sind sehr anpassungsfähig und bewohnen deshalb die verschiedensten Lebensräumen. Sie sind in Wäldern und Savannen, in den Bergen und sogar in Halbwüsten zu finden. Sie leben von den Tropen bis zu den gemäßigten Regionen, vom Tiefland bis hin zu Gegenden in 5.200 Metern Höhe.
Rassen und Arten
Der Leopard gehört zur Familie der Katzen und dort zur Unterfamilie der Großkatzen. Zusammen mit dem Löwen, dem Tiger, dem Jaguar und dem Schneeleoparden bildet er die Gattung der Eigentlichen Großkatzen (Panthera). Der Gepard gehört nicht dazu, er zählt zur Unterfamilie der Kleinkatzen.
Die asiatischen Leoparden bilden acht Unterarten, die afrikanischen Leoparden nur eine Unterart.
Lebenserwartung
Leoparden werden zwölf bis 17 Jahre alt, in Gefangenschaft auch bis zu 20 Jahre.
Autorin: Barbara Kiesewetter