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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Maushamster

Alltag
Zwei Maushamster im Eingang ihrer Höhle (Bild: SWR)
Maushamster verbringen den Tag meistens in ihren Nestern, die sie in Felsspalten anlegen und mit Gras und Schafwolle auspolstern.

Manchmal nutzen sie auch die verlassenen Bauten anderer Tiere. Selber graben sie nicht in der Erde. Erst am Abend werden sie, wie alle Hamster, munter und gehen auf Nahrungssuche.
Nur in der kalten Jahreszeit im Herbst und im Winter lassen sie sich auch tagsüber ab und zu blicken.

Maushamster guckt hinter einem Stein hervor (Bild: SWR)
Auch wenn sie keine Backentaschen besitzen, legen Maushamster Futtervorräte an.
Dazu tragen sie immer nur wenige Samen-Körner im Maul zu ihrem Versteck.
Maushamster können an steilen Felsen und im Geröll gut klettern und geschickt springen. Dabei wirkt der lange Schwanz wie eine Balance-Stange.
Viele Maushamster tummeln sich vor ihrer Höhle (Bild: SWR)
Dank der großen Ohren können sie sehr gut hören.
Weil sie einen sehr kargen und extremen Lebensraum besiedeln, haben Maushamster nur wenig Konkurrenz durch andere kleine Säugetiere.

Sie können deshalb in den Regionen, in denen sie leben, in ziemlich großer Zahl zu finden sein.
Freunde und Feinde
Greifvögel und Raubtiere können den Maushamster gefährlich werden.
Nachwuchs
Maushamster mit einem Jungen im Höhleneingang (Bild: SWR)
Das Aufziehen der kleinen Maushamster dauert mehrere Monate - das ist für ein so kleines Tier eine ziemlich lange Zeit.

Meist bringen die Weibchen den ersten Wurf bereits im März zur Welt. Er wird bis Juni aufgezogen.
Die Jungen des zweiten Wurfs sind dann erst im Dezember selbstständig.
Zwei kleine Maushamsterjunge auf einer Hand (Bild: SWR)
In einem Wurf gibt es drei bis sieben Junge, meist sind es nur drei bis vier. Die Jungen werden nackt und blind geboren.

Nach etwa drei Tagen beginnt ihr Fell zu wachsen. Nach zehn Tagen haben sie ihr graues Jugendfell und mit 13 Tagen öffnen sie ihre Augen.

Mit sechs bis acht Monaten, wenn sie erwachsen werden, färbt sich ihr Fell wie das der erwachsenen Tiere.
Autorin: Barbara Kiesewetter