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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Meerschweinchen

Alltag
Meerschweinchen sind gesellige und soziale Tiere, die den Kontakt mit den Rudelmitgliedern suchen und genießen. Wenn sie schlafen oder fressen, mögen sie körperlich dichte Berührungen.
Da sie Höhlenbewohner sind, benötigen sie ein Schlafhäuschen in ihrem Käfig. Es ist für sie normal, wenn sie die meiste Zeit des Tages in ihrer Höhle verbringen und nur ab und zu herausschauen.
Nachwuchs
Junges Felsen-Meerschweinchen mit seiner Familie (Bild: SWR)
Haus-Meerschweinchen können ein bis sechs Junge pro Wurf bekommen, meistens sind es zwei bis vier Jungtiere.
Wild lebende Felsen-Meerschweinchen bringen im Durchschnitt nur ein bis zwei Junge zur Welt.

Haus-Meerschweinchen können sich das ganze Jahr über paaren, können also auch immer Junge bekommen. Die Tragzeit dauert ungefähr zwei Monate.
Das Weibchen bekommt das Junge im Sitzen, reißt mit den Zähnen die Eihaut auf und frisst sie dann. Das ist wichtig, denn sonst würde das Junge ersticken. Danach leckt ihm die Mutter Mund, Nase und Augen sauber.
Die Jungen können schon wenige Stunden nach der Geburt laufen. Sie werden drei Wochen von ihrer Mutter gesäugt. Schon nach ein bis zwei Monaten sind die jungen Meerschweinchen geschlechtsreif. Sie können sich dann also paaren und selbst wieder Junge bekommen.
Sprache
Meerschweinchen erkennen sich gegenseitig am Geruch. Die Verständigung untereinander erfolgt durch Pfeiflaute und Quietschen. Bei Angst oder Schmerzen können sie ein grelles Quietschen ausstoßen, das wie ein Schrei klingen kann. Außerdem legen sie sich flach auf den Boden, wenn sie Angst haben.
Bei großer Gefahr stellen sie sich tot und bleiben reglos liegen. Wenn sie anderen drohen wollen, reißen sie den Mund weit auf, zeigen die Zähne und klappern damit.
Autorin: Barbara Kiesewetter