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Tierlexikon für Kinder- Archiv

Pangolin

Ernährung
Ein Pangolin sucht nach Ameisen (Bild: SWR)Das Pangolin hat einen sehr speziellen Speiseplan: Es ernährt sich vor allem von Ameisen und Termiten. Dabei haben die Tiere je nach Region ganz bestimmte Vorlieben, das heißt, sie fressen nur ganz bestimmte Ameisen- und Termitenarten. Meist verzehren Pangoline die Larven und Eier der Ameisen und Termiten, seltener erwachsene Tiere.
Zur Nahrungssuche wandern Pangoline mit gesenktem Kopf über den Boden. Riechen sie Ameisen oder Termiten, graben sie etwa vier bis sieben Zentimeter tief oder brechen die Termitenbauten etwas auf, um an ihre Beute zu gelangen und nehmen diese mit ihrer langen, klebrigen Zunge auf.
Zum Trinken nutzen Pangoline Wasserquellen oder sie graben kleine Löcher, in denen sich Regenwasser sammelt.
Haltung
Da Pangoline ganz spezielle Ansprüche an ihre Ernährung haben, können sie kaum in Zoos gehalten werden.
Das Pangolin steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Die Bestände gehen stark zurück. Das liegt zum einen daran, dass die Tiere gejagt und sehr stark gewildert werden, zum anderen an elektrischen Zäunen, mit denen Wildtierfarmen und Weidetiere geschützt werden und in denen die Pangoline zu Tode kommen. Inzwischen ist die Art durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen geschützt, der Handel mit den Tieren beziehungsweise ihren Körperteilen, wie zum Beispiel Schuppen, ist verboten.
Autorin: Barbara Kiesewetter