OLIs Wilde Welt
Königspinguine (Bild: dpa Picture-Alliance)

Pinguin


Spheniscidae

Woher der Name "Pinguin" kommt, weiß keiner genau. Das lateinische Wort "penguis" bedeutet "dick"; er könnte aber auch vom walisischen "pen gwyn", "weißer Kopf", abstammen.
Aussehen
Königs- und Eselspinguine (Bild: SWR)Obwohl Pinguine Vögel sind, können sie nicht fliegen: Ihre Flügel benutzen sie zum Schwimmen.
Pinguine haben einen kleinen Kopf, der fließend in den molligen Körper übergeht. Der Rücken ist gleichmäßig von dunklen oder schwarzen Federn bedeckt. Der Bauch ist eher hell oder weiß gefärbt.

Eine Gruppe Pinguine (Bild: SWR)Die Federn können sehr dicht stehen: Mit 30.000 Federn hat der Kaiserpinguin ein dichteres Gefieder als alle anderen Vögel.
Die Flügel der Pinguine sind lang und biegsam.
Ihre Schwänze sind kurz. Manche Pinguine können bis zu 1,20 Meter groß werden.
Heimat
In freier Wildbahn leben Pinguine nur auf der Südhalbkugel der Erde. Sie kommen in der Antarktis und auf den vorgelagerten Inseln vor. Außerdem in Australien, Neuseeland, Chile, Argentinien und Südafrika, sowie auf den Falkland- und den Galapagos-Inseln.
Lebensraum
Eine Gruppe Pinguine beim schwimmen (Bild: SWR)Pinguine leben hauptsächlich im Wasser und bevorzugen kalte Meeresströme. Deshalb leben sie an der Küste der Länder oder Inseln, die sie bewohnen.
Nur zum Brüten oder bei schweren Stürmen gehen sie an Land.
Allerdings wandern Pinguine auch gelegentlich weit ins Landesinnere. Manche Arten legen dort sogar ihre Eier ab.
Rassen und Arten
Insgesamt gibt es 18 verschiedene Pinguinarten.
Alltag
Drei Pinguine schwimmen in Formation  (Bild: SWR)Die meiste Zeit verbringen Pinguine im Wasser. Mit Hilfe ihrer kräftigen Flügel schwimmen sie schnell durch die Fluten. Manche Pinguine erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern!

An Land können Pinguine nur watscheln. Das sieht ziemlich unbeholfen aus. Trotzdem können sie auf diese Weise große Strecken zurücklegen.
Wenn es zu steil zum Watscheln wird, dann legen sie sich auf den Bauch und rutschen bergab oder schieben sich mit den Füßen voran.
Freunde und Feinde
Ein Pinguin taucht im Wasser (Bild: SWR)Ihre schwarz-weiße Färbung schützt die Pinguine im Wasser vor feindlichen Angriffen: Denn von unten können Feinde, die tiefer tauchen, die Pinguine mit ihrem weißen Bauch gegen den Himmel nur schlecht sehen. Und von oben verschwimmt ihr dunkler Rücken mit den finsteren Tiefen des Meeres.

Einige Robben-Arten jagen Pinguine. Dazu gehören besonders die Seeleoparden, aber auch die Seelöwen. Raubmöwen, Riesensturmvögel, Schlangen und Mäuse stehlen gerne Eier aus den Gelegen oder fressen Jungvögel.

Auch der Mensch gefährdet die Pinguine: Durch den Treibhauseffekt verlagern sich kalte Meeresströme, so dass bestimmte Küstenabschnitte als Lebensraum verloren gehen.
Jagd
Ein Pinguin frisst einen Fisch (Bild: SWR)Pinguine legen auf der Jagd manchmal 100 Kilometer im Wasser zurück. Wenn sie einen Fischschwarm entdecken, schwimmen sie direkt in ihn hinein und schlagen dabei Haken. Sie verschlingen alle Tiere, die sie erwischen. Pinguine versuchen die Fische von hinten zu packen. Dabei zuckt ihr Kopf blitzschnell nach vorne.
Bei einem erfolgreichen Fischzug kann ein Königspinguin etwa 15 Kilo Fisch fressen oder zum Füttern der Jungen sammeln.
Nachwuchs
Ein Pinguin (Bild: SWR)Das Brutverhalten der verschiedenen Pinguin-Arten ist sehr unterschiedlich. Oft verbringen Männchen und Weibchen den Winter getrennt voneinander und treffen sich erst zur Brutzeit wieder.
Manche Pinguine sind treu und bilden lebenslang ein Paar.
Alle Pinguine brüten in Kolonien. Das bedeutet, dass sich viele Tiere an einem Ort versammeln und dort gemeinsam ihr Jungen zur Welt bringen. Bei den Kaiserpinguinen brüten die Männchen die Eier in ihrer Bauchfalte aus. Andere Pinguine suchen sich Höhlen, bauen Nester oder Mulden.

Pinguin springt ins Wasser (Bild: SWR)Wenn die Jungen geschlüpft sind, versammeln sie sich oft zu einer Art "Pinguin-Kindergarten": Dort werden sie von allen Eltern gemeinsam gefüttert.

In den Brutgebieten der antarktischen Pinguine gibt es keine Landraubtiere. Deshalb fehlt den Pinguinen auch das typische Fluchtverhalten.
Sogar wenn sich Menschen nähern, reißen die Tiere nicht aus.
Ernährung
Pinguine werden mit Fisch gefüttert (Bild: SWR)Pinguine fressen Fische. Meistens sind es kleine Schwarmfische und Tintenfische.
Große Pinguine schnappen sich aber auch größere Fische.

Rund um die Antarktis steht auch noch der Krill auf dem Speiseplan. Das sind kleine Krebse, die dort in riesigen Schwärmen herum schwimmen.