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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Pythons

Alltag
Pythons sind keine Giftschlangen, sondern Würgeschlangen. Sie töten ihre Beute, indem sie sie mit einem Biss packen und anschließend umschlingen und erdrücken. Die meisten Pythons sind in der Dämmerung und in der Nacht aktiv, manche, wie der südliche Felsenpython aber auch am Tag. Die Aktivität hängt auch stark von der Temperatur ab. In der kühleren Jahreszeit sind die Tiere eher am Tag aktiv, bei großer Hitze eher in der Nacht.
Ein Python im Wasser (Bild: SWR)Pythons leben nicht nur auf dem Boden, sondern auch auf Bäumen. Sie sind sehr geschickte Kletterer und gute Schwimmer. Auf Nahrungssuche wandern Pythons entweder umher oder lauern im Geäst von Bäumen oder an Ufern von Gewässer gut versteckt auf Beute.

Pythons sind wie alle Reptilien wechselwarm, ihre Körpertemperatur hängt von der Temperatur der Umgebung ab. Die Tiere nehmen deshalb gern morgens ein Sonnenbad, um sich aufzuwärmen. Wie alle Schlangen häuten sich Pythons, wenn sie wachsen. Dabei streifen sie ihre alte Haut ab, die manchmal als leere Hülle zu finden ist.
Freunde und Feinde
Felsenpython wickelt sich über einen Arm (Bild: SWR)Junge Pythons können Greifvögeln oder anderen Räubern wie Krokodilen, Waranen oder Raubkatzen zum Opfer fallen. Erwachsene Tiere sind durch Raubtiere wie zum Beispiel Hyänen gefährdet, wenn sie gerade ein Beutetier verschlungen haben und sehr unbeweglich sind. Auch Warzenschweine greifen Pythons an, wenn sie ihre Jungen schützen wollen.
Jagd
Pythons gehen meist nachts auf die Jagd. Mithilfe ihres sogenannten Grubenorgans können sie Infrarotstrahlen die wahrnehmen. Sie spüren also die Wärme, die Beutetiere über ihren Körper abstrahlen. Das Grubenorgan liegt links und rechts am Oberkiefer zwischen Augen und Nasenlöchern und ist als kleine Vertiefung zu erkennen
Nachwuchs
Ein Python hat sich um die Eier geringelt (Bild: dpa Picture-Alliance)Pythons pflanzen sich fort, indem sie Eier legen. Zur Paarungszeit hinterlassen die Weibchen Duftspuren, durch die die Männchen sie aufspüren können. Nach der Paarung bleiben die Eier noch im Körper des Weibchens. Diese Tragzeit dauert unterschiedlich lange. Schließlich legt das Weibchen, je nach Art, zwei bis über 100 Eier. Pythons betreiben eine regelrechte Brutpflege: Das Weibchen kringelt sich um das Gelege, um die Eier zu schützen und warm zu halten. Schließlich schlüpfen die kleinen Schlangen. Mutter und Jungtiere bleiben oft noch eine Zeit lang in der Nähe des Nests.
Junge Pythons wachsen die erste Jahre rasch heran. Doch es dauert einige Jahre, bis sie geschlechtsreif sind: Bei der Südlichen Felsenpython zum Beispiel in Gefangenschaft etwas über zwei bis sechs Jahre, in freier Wildbahn bis zu zehn Jahre.
Autorin: Barbara Kiesewetter