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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Rochen

Alltag
Rochen (Bild: SWR)Weil ihre Körper relativ leicht sind, sind Rochen sehr elegante Schwimmer.
Der Adlerrochen hat verbreiterte Brustflossen und gleitet mit so eleganten Bewegungen durch das Wasser, dass er an einen in der Luft gleitenden Adler erinnert - daher kommt auch sein Name.
In ihrem Grundbauplan sind sich alle Rochen zwar ähnlich, trotzdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Arten. Der Adlerrochen etwa besitzt eine schnabelartige Schnauze.
Pfauenauge Stechrochen (Bild: SWR)Zitterrochen sind elektrisch geladen und können ihre Beute mit Stromstößen von bis zu 220 Volt betäuben. Andere wie der Amerikanische Stechrochen besitzen einen gefährlichen Giftstachel am Schwanz.
Sowohl Zitter- als auch Stech- und Stachelrochen können sogar Menschen gefährlich werden.
Am stärksten vom Grundbauplan der Rochen weichen Gitarrenrochen ab: Sie sehen vorn wie ein Rochen aus, hinten aber eher wie ein Hai. Und der Marmorrochen trägt auf dem Rücken eine Reihe zahnähnlicher Gebilde, mit denen er sich vor Feinden schützt.
Ein Rochen streckt seine Schnauze aus dem Wasser (Bild: SWR)Rochen haben einen sehr guten Riech- und Tastsinn. Und sie haben ein zusätzliches Sinnesorgan: die Lorenzinischen Ampullen. Sie sind als kleine Löcher vorn am Kopf sichtbar.

In den Ampullen ist eine gallertartige Substanz, mit der die Rochen elektrische Impulse wahrnehmen, die von den Muskelbewegungen ihrer Beutetiere ausgehen.

Mit den Lorenzinischen Ampullen können die Rochen ihre Beute im Meeresboden "erspüren" und ohne Hilfe ihrer Augen - die ja auf der Körperoberseite sitzen - finden.
Freunde und Feinde
Rochen sind wehrhaft: Manche verteidigen sich mit Stromstößen, andere mit einem Giftstachel oder mit einer Reihe scharfer Zähne auf dem Rücken. Manchmal ergreifen Rochen aber auch die Flucht: Dann pressen sie Wasser durch die Kiemen und schießen mithilfe dieses Rückstoßprinzips blitzschnell durch das Wasser.
Nachwuchs
Ein Rochen-Ei (Bild: SWR)Rochen legen kapselförmige Eier mit einer lederartigen Hülle, in denen sich die Jungen entwickeln. Die Hülle schützt die Jungen, lässt aber Wasser durch, sodass der Embryo mit Sauerstoff versorgt wird.
Damit die Eier nicht von der Strömung fortgetrieben werden, tragen sie zackenartige Fortsätze, mit denen die Eier an Steinen oder Pflanzen hängen bleiben.
Ein junger Rochen (Bild: SWR)Bei manchen Arten entwickeln sich die Jungen in den Eiern im Körper der Mutter. Die Jungen schlüpfen dort oder kurz nach der Eiablage.
Die Entwicklungszeit bis zum Schlüpfen dauert - je nach Art - vier bis 14 Wochen.
Die kleinen Rochen werden nicht von ihrer Mutter betreut, sondern müssen vom ersten Tag an selbstständig sein.
Autorin: Barbara Kiesewetter