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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Schakal

Alltag
Köpfe von zwei Schakalen nebeneinander (Bild: SWR)Im Verhalten und in der Lebensweise sind sich alle Schakal-Arten ziemlich ähnlich. Der Streifenschakal ist allerdings scheuer als die beiden anderen Arten
Schakale sind gesellige Tiere und leben in Familienverbänden. Benachbarte Familienverbände gehen sich aus dem Weg. Ein erwachsenes Paar, das meist ein Leben lang zusammen bleibt, bildet das Zentrum der Gruppe, zu der die Jungen des letzten Wurfs und meist noch Weibchen aus älteren Würfen gehören. Männliche Jungtiere verlassen die Gruppe, wenn sie ein Jahr alt sind.
Ein Schakal schaut durch einen Zaun (Bild: SWR)Innerhalb des Familienverbandes herrscht eine klare Hierarchie. Der Rüde führt die Familie an, manchmal auch das Weibchen. Junge Schakale spielen zunächst noch viel miteinander, wenn sie älter werden, gehen sie wilder miteinander um, es kommt aber kaum zu Verletzungen.
Schakale besiedeln Reviere, die sie gegenüber anderen Familienverbänden aggressiv verteidigen. In diesen Revieren leben sie in mehreren kleinen Höhlen oder in Bauten, die sie von anderen Tieren übernehmen oder manchmal auch selbst graben.
Freunde und Feinde
Junge Schakale können größeren Raubtieren wie Greifvögeln oder Hyänen gefährlichen werden. Erwachsene Schakale können Leoparden zum Opfer fallen. Der größte Feind des Goldschakals ist in einigen Regionen der Wolf.
Nachwuchs
Ein junger Schakal liegt in einer Kiste auf einer Decke (Bild: SWR)Naht die Fortpflanzungszeit, bleibt der Rüde ständig bei seinem Weibchen. Nach 60 bis 70 Tagen Tragzeit bringt das Weibchen drei bis acht Junge zur Welt. Meist überleben nur drei bis vier. Die Jungen sind bei der Geburt blind und tragen ein dunkelbraunes Fell. Nach etwa einem Monat wechseln sie ihr Fell und sind dann gefärbt wie die erwachsenen Tiere. Nach etwa zwei Wochen öffnen sie die Augen, und nach zwei bis drei Wochen beginnen sie, neben der Muttermilch auch feste Nahrung zu sich zu nehmen. Diese Nahrung wird von den Eltern vorverdaut für die Jungen ausgewürgt.

Ein junger Schakal wird unter der Schnauze gehalten (Bild: SWR)Neben dem Weibchen kümmert sich auch der Rüde von Anfang an um die Jungen und schützt seine Familie vor jedem Eindringling. Sind die Jungen größer, gehen der Rüde und das Weibchen abwechselnd auf die Jagd und versorgen die Jungen und den zurückgebliebenen Partner.

Mit fünf bis sechs Monaten sind die Jungen selbstständig, bleiben aber oft noch bei ihrer Familie.
Sprache
Schakale geben viele verschiedene Laute von sich. Sie kläffen, winseln, kreischen, jaulen und heulen.
Autorin: Barbara Kiesewetter