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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Schlammspringer

Alltag
Schlammspringer ist halb in Wasser (Bild: SWR)Schlammspringer sind Bewohner zweier Welten: Sie leben wie ganz normale Fische im Wasser, gehen aber auch - ähnlich wie Frösche - an Land. Bei Ebbe kriechen sie vorwärts und hüpfen über den Schlickboden. Mit ihrem Schwanz stoßen sie sich dabei vom Boden ab und schnellen empor - daher der Name "Schlammspringer".
Obwohl sie ins Wasser könnten, halten sie sich gerne auf dem Land auf und krabbeln sogar auf die niedrigen Äste der Mangrovenbäume.
Ein Schlammspringer sitz auf einem Stein (Bild: SWR)Die meiste Zeit sitzen sie aber ruhig im flachen Wasser, wobei der Kopf und ein Teil des Körpers über die Wasseroberfläche heraus schaut, der Schwanz liegt meist im Wasser.
Weil sie in dieser Zeit nicht mit ihren Kiemen atmen, wie Fische es normalerweise tun, speichern sie in ihrem vergrößerten Kieferraum Meerwasser. Außerdem schnappen sie mit dem Maul nach Luft. Zusätzlich können sie noch über ihre stark durchblutete Haut und über die Ausstülpungen der Mund- und Kiemenhöhle Sauerstoff aufnehmen.
Schutz suchen Schlammspringer in Höhlen, die sie unter Wasser in den weichen Boden graben. Diese können bis zu vier Ausgänge haben. Damit die Tiere in den Höhlen genug Luft zum atmen haben, legen sie sich einen Luftvorrat an: Mit dem Maul tragen sie Luftblasen in ihre Höhle, so dass sich dort eine Luftglocke bildet.
Schlammspringer leben in Gruppen. Jedes Tier hat aber sein eigenes Revier, das sich rund um seine Wohnhöhle erstreckt.
Freunde und Feinde
Raubfische, Vögel aber auch Wasserschlangen machen Jagd auf Schlammspringer. Sie zählen deshalb zu ihren größten Feinden.
Nachwuchs
Vermutlich gibt es bei den Schlammspringern so etwas wie eine Balz, bei der die Männchen um die Weibchen werben. Diese legen schließlich die Eier in ihrer Wohnhöhle ab, wo sie sicher und geschützt heranreifen können. Schließlich schlüpfen die Larven und wachsen zu jungen Schlammspringern heran.
Autorin: Barbara Kiesewetter