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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Schützenfisch

Alltag
Ein Schützenfisch schwimmt an einem anderen Fisch vorbei (Bild: SWR)
Schützenfische kommen in ihren Lebensräumen ziemlich zahlreich vor.

Weil das Nahrungsangebot aber oft knapp ist, sind sie ihren Artgenossen gegenüber ziemlich streitlustig und versuchen, sich gegenseitig zu vertreiben. Anderen Fischen gegenüber sind sie jedoch friedlich.
Schützenfische halten sich meist dicht unter der Wasseroberfläche auf und ernähren sich dort von Insekten, die auf die Wasseroberfläche gefallen sind. Außerdem haben sie eine besonders raffinierte Jagdtechnik entwickelt:
Ein Schützenfisch zielt mit einem Wasserstrahl auf ein Beutetier (Bild: SWR)
Mit einem scharfen Wasserstrahl schießen sie Fliegen, Heuschrecken, Ameisen und andere Insekten von Blättern und Zweigen am Ufer.
Dazu stellen sie ihren Körper steil auf, drücken ihre Zunge an die obere Gaumenrinne im Maul und pressen das Wasser durch Zusammendrücken der Kiemendeckel aus dem leicht geöffneten Maul.
Kopf eines Schützenfisches, der mit einem Wasserstrahl auf seine Beute zielt (Bild: SWR)
Durch den steil aus dem Wasser schießenden Strahl fallen die Beute-Insekten fast genau vor das Maul des Schützenfischs, so dass er sie sofort fressen kann.
Den Artgenossen bleibt keine Zeit, sich die fremde Beute zu schnappen.
Viele Schützenfische sind so zielsicher, dass sie ihre Beute aus bis zu vier Metern Entfernung treffen.
Die Beute eines Schützenfisches, fällt vor ihm ins Wasser (Bild: SWR)
Forscher haben festgestellt, dass sie sehr schnell lernen, zwischen echter Beute und Attrappen zu unterscheiden.

Außerdem begreifen sie rasch, dass große Tiere mit zunehmender Entfernung kleiner aussehen und kleine Beutetiere aus kurzer Entfernung größer wirken.
Freunde und Feinde
Schützenfische können anderen Räubern unter den Meeresfischen zum Opfer fallen.
Nachwuchs
Über die Fortpflanzung der Schützenfische ist bis heute so gut wie nichts bekannt. Auch in Aquarien konnten die Tiere noch nicht dazu gebracht werden, sich zu vermehren, so dass alle in Gefangenschaft gehaltenen Tiere wild gefangene Fische sind.
Autorin: Barbara Kiesewetter