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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Nashorn

Ernährung
Rund 50 Prozent ihrer Zeit verbringen Nashörner mit Fressen.
Ein Spitzmaul-Nashorn möchte mit seiner Schnauze etwas von Boden aufheben (Bild: SWR)Das Breitmaulnashorn frisst fast ausschließlich Gräser und Kräuter. Das Spitzmaulnashorn rupft vor allem Blätter, aber auch dornige Zweige, Äste und Rinde von Akazienbäumen ab. Gras dagegen lässt es stehen.
Beide Arten besuchen regelmäßig sogenannte Salzlecken. Das sind Stellen mit salzhaltigen Steinen und salzhaltiger Erde, an denen die Tiere lecken, um ihren Salzbedarf zu decken. Nashörner trinken täglich Wasser, können zur Not aber auch ein paar Tage ohne Wasser auskommen.
Haltung
Nashörner werden auch in Zoos gehalten. Dort versucht man auch, die Tiere zu züchten, um die einzelnen Nashornarten vor dem Aussterben zu bewahren.
Artenschutz
Alle Nashornarten stehen unter Schutz. Vor allem die asiatischen Arten sind sehr stark vom Aussterben bedroht.
Auch das afrikanische Nördliche Breitmaulnashorn ist so gut wie ausgestorben. Vom Südlichen Breitmaulnashorn gibt es zwar noch über 20.000 Tiere, vor allem im südlichen Afrika, trotzdem gilt die Art als gefährdet.
Noch kritischer sieht es beim Spitzmaulnashorn aus: Es leben nur noch rund 5000 Tiere, deshalb gilt die Art als ernsthaft bedroht.
Die größte Gefahr ist nach wie vor die Wilderei. Trotz zahlreicher Schutzmaßnahmen hat sie in den letzten Jahren in Afrika wieder stark zugenommen, weil die Hörner der Tiere auf dem Schwarzmarkt einen höheren Preis als Gold erzielen.
Autorin: Barbara Kiesewetter