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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Nashorn / Spitzmaulnashorn

Es gibt fünf verschiedene Nashorn-Arten. Was OLI über die erfahren hat, schreibt er gleich ins Tierlexikon.
Spitzmaulnashorn (Bild: picture alliance / imageBROKER)

Diceros bicornis

Weil die Oberlippe eines Spitzmaulnashorns spitz wie ein Finger geformt ist und sogar greifen kann, haben die grauen Riesen ihren Namen.
Aussehen
Ein Spitzmaul-Nashorn (Bild: SWR)Spitzmaul-Nashörner sind wahre Kolosse und nach den Elefanten die zweitgrößten Landsäugetiere: Sie messen von der Nase bis zum Po bis zu 3,75 Meter und bringen bis zu 1500 Kilogramm auf die Waage.
Vom Boden bis zur Schulter sind sie 1,60 Meter hoch.
Der Schwanz ist 70 Zentimeter lang und trägt am Ende eine Quaste aus schwarzen Haaren. Typisch sind ihre massige Gestalt mit den kurzen Beinen und die graue Farbe.
Die zwei Hörner auf der Nase eines Nashorns (Bild: SWR)Das Markenzeichen sind die beiden Hörner auf der Nase: Das vordere ist etwas länger als das hintere und wird meist 60 Zentimeter lang. Die Hörner bestehen aus einer klebrigen Hornmasse, die von der Haut abgegeben wird. Wird das Horn verletzt, wächst es wieder nach.
Die Haut der Spitzmaul-Nashörner ist sehr dick und schützt sie vor Verletzungen durch Dornen und bei Angriffen von Artgenossen.

Der Kopf ist ziemlich gedrungen. Die Ohren sind relativ groß. Die Augen im Verhältnis zur Größe des Tieres dagegen sehr klein.
Heimat
Spitzmaul-Nashörner kommen ausschließlich in Afrika südlich der Sahara vor. Früher waren sie in allen Savannen Afrikas verbreitet. Heute sind sie nur noch in Kenia, Tansania, Simbabwe, Namibia und Kamerun zu finden.
In manchen Ländern, in denen die Tiere bereits ausgerottet waren, wurden sie erfolgreich wieder angesiedelt - nämlich in Südafrika, Malawi, Swasiland und Ruanda.
Lebensraum
Spitzmaul-Nashörner leben überwiegend in der Dornbusch-Savanne oder an den Waldrändern und in lichten Wäldern. Wichtig ist, dass es in der Nähe Wasserstellen zum Trinken und Schlamm-Baden gibt. Sie kommen im Flachland bis in Gegenden von einer Höhe bis zu 3500 Metern vor.
Rassen und Arten
Ein Breitmaul-Nashorn (Bild: SWR)Weltweit gibt es heute noch fünf Nashorn-Arten. Neben dem Spitzmaul-Nashorn lebt in Afrika noch das Breitmaul-Nashorn.

In Asien leben drei Nashorn-Arten, die aber alle sehr stark bedroht und fast ausgerottet sind: Das Panzer-Nashorn in Nepal, Assam und Buthan sowie das Java-Nashorn und das Sumatra-Nashorn.
Diese beiden Arten kommen auf Sumatra, Borneo sowie in Malaysia und Birma vor. Das Panzer-Nashorn und das Java-Nashorn besitzen nur ein Horn auf der Nase. Alle übrigen Arten tragen zwei Hörner.

Auch in Europa gab es in prähistorischer Zeit Nashörner: Dazu zählte das Woll-Nashorn, das in der Eiszeit bei uns verbreitet war, aber längst ausgestorben ist.
Autorin: Barbara Kiesewetter