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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Streifengrasmaus

Ernährung
Streifengrasmaus beim Trinken  (Bild: SWR)
Streifengrasmäuse sind keine reinen Vegetarier. Sie fressen zwar meistens Gras, Samen, Getreide und Früchte. Manchmal fressen sie aber auch tierische Nahrung.
In Gefangenschaft bekommen Streifengrasmäuse eine Mischung aus Wellensittich- und Kanarienvogelfutter, dazu Gemüse und grüne Salate. Im Sommer kann man ihnen auch Löwenzahn-Blätter zum Fressen geben. Damit sie genug Eiweiß bekommen, füttert man ihnen ab und zu Mehlwürmer, Insektenfutter oder etwas gekochtes Ei.
Nüsse und Sonnenblumenkerne sollte man ihnen nicht geben, weil die Tiere davon sehr schnell zu dick werden.

Das Futter gibt man am besten in Futternäpfe aus glasiertem Ton oder Edelstahl, damit sie leicht zu reinigen sind. Als Tränke eignet sich eine normale Nagertränke.
Haltung
Streifengrasmaus  (Bild: SWR)
Streifengrasmäuse dürfen nie allein gehalten werden, da sie sonst vereinsamen und krank werden. Man sollte sie mindestens als Pärchen halten.
Noch wohler fühlen sie sich allerdings in einer größeren Gruppe. Man darf aber nicht einfach verschiedene Streifengrasmäuse zusammen setzen. Weil sich Tiere, die sich nicht kennen, angreifen, kauft man - wenn man eine Gruppe halten will- besser junge Tiere, die noch nicht geschlechtsreif sind.
Am besten beobachtet man die Mäuse in den ersten Stunden, wenn man sie gerade zusammengesetzt hat. Dann kann man sie rechtzeitig wieder aus dem Gehege nehmen, wenn sie zu streiten beginnen.
Pflegeplan
Streifengrasmaus im Terrarium  (Bild: SWR)
Am besten hält man die Tiere in einem Terrarium oder einem umfunktionierten Aquarium.
Für ein Pärchen muss das Gehege 30 x 60 Zentimeter groß sein.

Ein Männchen und drei Weibchen brauchen mindestens 80 x 40 Zentimeter Platz und für Gruppen muss das Terrarium entsprechend größer sein.
Nest einer Streifengrasmaus  (Bild: SWR)
Als Einstreu verwendet man Nagerstreu aus dem Zoofachhandel. Außerdem kann man noch eine Schicht Sand oder Rindenmulch darauf geben. In dieser Schicht legen die Mäuse ihre Gänge an.
Holzwolle, Stroh oder Heu dienen dazu, dass sich die Streifengrasmäuse Nester bauen können.

Damit die Tiere sich auch verstecken können, stattet man das Terrarium am besten mit einigen Ästen, Wurzeln oder einem Häuschen aus.
Dinge aus Plastik gehören nicht in das Gehege, weil Streifengrasmäuse alles zernagen, was nicht ganz hart ist.

Streifengrasmäuse vertragen keine Zugluft. Trotzdem muss das Gehege gut belüftet werden. Weil sie aus Afrika kommen, brauchen sie eine Temperatur von 21 bis 25° C.

Weil Streifengrasmäuse sehr saubere Tiere sind, hat man nicht viel Arbeit mit ihnen. Man muss nur regelmäßig die Ecke, die sie als Toilette benutzen, sauber machen und nur selten die ganze Streu auswechseln.
Autorin: Barbara Kiesewetter