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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Streifengrasmaus

Alltag
Streifengrasmäuse  bauen Nester aus Gras.   (Bild: SWR)
Streifengrasmäuse sind sehr gesellig und leben in Kolonien. So sind sie besser vor ihren Fressfeinden geschützt. Sie sind reine Bodenbewohner und legen unter der Grasschicht richtige Gänge an, die sie regelmäßig benutzen.

Aus Grashalmen bauen sie Nester, in denen sie schlafen und ihre Jungen zur Welt bringen.

Meist laufen sie umher. Sie können aber auch ziemlich hoch springen.
Streifengrasmäuse sind zwar sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv. Meistens kann man sie aber eher am Tag beobachten. Dabei wechseln sich Aktivitäts- und Ruhephasen ab: Wenn die Mäuse zwei Stunden munter waren, ruhen sie sich die nächsten zwei Stunden aus.
Eine Gruppe von Streifengrasmäusen  (Bild: SWR)
Obwohl Streifengrasmäuse soziale Tiere sind, kommt es doch immer wieder zu Streitereien. Weil die einzelnen Gruppen Reviere haben, verteidigen sie ihr Revier und greifen fremde Eindringlinge an.

Im Extremfall kann es sogar vorkommen, dass das fremde Tier getötet und anschließend aufgefressen wird.

Streifengrasmäuse sind scheu. Zwar werden sie mit der Zeit zahm und nehmen auch Futter aus der Hand, aber Streicheltiere sind sie nicht.
Freunde und Feinde
Streifengrasmäuse haben viele Feinde. Auch wenn sie noch so flink sind, fallen sie Greifvögeln, kleinen Raubtieren und Reptilien wie zum Beispiel Schlangen zum Opfer.
Nachwuchs
In der Natur paaren sich Streifengrasmäuse während der Regenzeiten. Ein Streifengrasmaus-Weibchen kann bis zu dreimal pro Jahr Nachwuchs bekommen. Nach einer Tragzeit von ca. 21 Tagen kommen vier bis sechs Junge zur Welt. Die Babys sind noch nackt und blind. Allerdings kann man schon auf der Haut die späteren hellen Streifen erkennen.

Nach zehn bis zwölf Tagen öffnen sie die Augen und schon nach etwa vier Wochen sind sie selbstständig. Männchen werden schon mit zehn Wochen geschlechtsreif, Weibchen erst mit vier bis fünf Monaten.

Es ist allerdings nicht ganz einfach, Streifengrasmäuse in Gefangenschaft zu vermehren. Tiere, die zu nah miteinander verwandt sind, pflanzen sich nämlich nicht fort. Außerdem sind Streifengrasmäuse wählerisch: Mögen sie einen Partner nicht, paaren sie sich auch nicht mit ihm.
Autorin: Barbara Kiesewetter