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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Teichmolch

Alltag
Molche am Boden eines Teiches (Bild: SWR)
Sobald es im Februar oder März etwas wärmer wird, wandern die Teichmolche in ihre Laichgewässer. Wenn sie im Wasser leben, sind sie tagaktiv.

Sie tummeln sich meist in den obersten, von der Sonne erwärmten Schichten eines Teiches.
Bei Gefahr verstecken sie sich zwischen dichten Unterwasserpflanzen oder wühlen sich sogar im Schlamm am Teichgrund ein.

Im Oktober/November verlassen sie die Gewässer und suchen sich kühle, feuchte Plätze an Land. In dieser Zeit kann man sie nur in der Nacht von 23 Uhr bis ca. 3 Uhr entdecken, wenn sie ihre Verstecke verlassen.
Freunde und Feinde
Molch (Bild: SWR)
Teichmolche haben viele Feinde:
Die Larven vieler Wasserinsekten, Fische, Vögel wie Störche und Reiher.

Und sogar andere größere Molcharten - zum Beispiel der Kamm-Molch - fressen erwachsene Teichmolche und ihre Larven.
Nachwuchs
Molchmännchen (Bild: SWR)
Wenn sich ein Teichmolch-Männchen mit einem Weibchen paaren will, muss es erst mal ein kompliziertes Balzritual vollführen: Es schwimmt vor das Weibchen, bleibt stehen, dreht sich und zeigt ihm seine leuchtend bunte Seite. Anschließend vibriert es mit dem Schwanz und "wedelt" dadurch Duftstoffe zu seiner Partnerin.

Wenn es das mehrmals wiederholt hat und das Teichmolch-Weibchen bereit zur Paarung ist, schwimmt es auf das Männchen zu und gibt dem Männchen ein Signal: Es gibt dem Männchen einen Stups mit der Schnauzenspitze.
Dann setzt das Männchen eine Spermatophore ab. Das ist ein von einer Hülle umschlossenes Päckchen mit unzählig vielen Spermien.
Molchweibchen (Bild: SWR)
Das Weibchen nimmt mit seiner Körperöffnung, der Kloake, die Spermatophore auf, so das die Eier in ihrem Bauch befruchtet werden können.

Über mehrere Wochen hinweg legt das Weibchen nun bis zu 300 Eier ab:

Mit seinen Hinterbeinen sucht es ein geeignetes Blatt einer Unterwasserpflanze, faltet es zu einer Tasche und legt ein Ei hinein. In dieser Blatt-Tasche entwickelt sich der Embryo.
Molchlarve (Bild: SWR)
Nach drei bis fünf Wochen schwimmt eine Molch-Larve aus der schützenden Hülle.
Molchlarven sehen aus wie winzige Molche, haben aber an den Kopfseiten Kiemenbüschel, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen.

Wenn sie sich nach zwei bis vier Monaten in einen richtigen Molch verwandelt haben - das wird Metamorphose genannt - verschwinden die Kiemenbüschel und sie atmen mit der Lunge.
Im Herbst klettern sie schließlich an Land.
Autorin: Barbara Kiesewetter